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4 (1865) Kirche - Muttersprache
Entstehung
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Locke.

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scher Seefahrer über die Sitten und Gebräuche der Wilden auf den neuentdeckten Inselnder Südsee. Bereits im Februar 1665 nach England zurückgekehrt, lehnte L. verschie-dene Anträge zu weiterer Verwendung in öffentlichen Diensten ab und lebte zu Ox-ford seinen Studien. Hier machte er durch einen Zufall die für ihn so folgenreiche Be-kanntschaft mit Lord Ashley, dem nachherigen Earl of Shaftesbury. Der Lord hattesich durch einen Sturz vom Pferde einen Absceß in der Brusthöhle zugezogen und Be-hufs einer vorzubereitenden Brunnenkur au vr. Thomas in Oxford sich gewandt, derselbst damals abwesend, L. mit der Commission betraute. Lord Ashley fand an L. sogroßes Wohlgefallen, daß er diesen einlud, ihn erst in das Bad zu Sunninghill unddann als sein Gast nach London zu begleiten, und daß ein wahrhaft freundschaftlichesVerhältnis zwischen beiden Männern entstand. Für L. war diese Bekanntschaft vonder größten Wichtigkeit, da Ashleys Haus einer der Hauptsammelplätze war für die ge-sellschaftlichen und politischen Größen der Hauptstadt, unter welchen namentlich der fri-vole Herzog von Buckingham, Villiers, der Hauptrepräscntant der französirendcn Bildung,und der treffliche Lord Halifax mit Lord Ashley in näherer Verbindung standen. Alseinst in dessen Hause einige dieser Herrn nach der ersten Begrüßung zum Kartenspielsich niedersetzten, zog L. sein Notizbuch hervor und begann mit großer Aufmerksamkeitzu schreiben. Nach dem Gegenstände seiner Notizen gefragt, antwortete er, er habelange sich nach der Zeit gesehnt, wo er die Ehre haben solle, mit den größten Geisternseiner Zeit in Gesellschaft zu sein, und nun ihm diese Ehre zn Theil geworden sei,glaube er nichts besseres thun zu können, als den Inhalt ihrer Unterhaltung sorgfältigzu Papier zu bringen, und hiermit zeigte er ihnen den Ertrag, welche ihm ihr lediglichauf das Spiel bezügliches Gespräch seit ungefähr zwei Stunden geliefert hatte. DieHerrn legten lächelnd die Karten Weg nnd benutzten ihre übrige Zeit mors suitablsto tllo rational ollaraotor, wie der englische Berichterstatter sich ausdrückt. Von einer1668 in Begleitung des Grafen nnd der Gräfin von Northumberland unternommenenund durch den Tod des Grafen bald unterbrochenen Reise nach Frankreich kehrte L.in das HauS seines Gönners, der unterdessen Schatzkanzler geworden war, nach Londonzurück, von wo er zur Fortsetzung seiner wissenschaftlichen Studien häufige Ausflügenach Oxford machte. In London selbst beschäftigte ihn die Erziehung des damals un-gefähr sechzehnjährigen ältesten Sohnes von Lord Ashley, dessen körperlicher Schwäch-lichkeit auch die medicinische Bildung seines Erziehers zn gute kommen sollte, wie dennauch bei der späteren Verheirathung des jungen Lords L.s Beirath wesentlichmitwirkte. Dieser hatte die Freude, noch den Sohn seines Zöglings, den ältesten vonsieben Sprösslingen dieser Ehe, den berühmten Verfasser derLllaiaotoristios", erziehenzu helfen, welcher seinem Erzieher trotz einzelner scharfer Ausfälle gegen dessen philo-sophisches System stets ein dankbares Andenken bewahrte. Im Jahre 1668 war L.zum Mitglied der königlichen Gesellschaft (ltoval sooist^) ernannt worden, mit derenwenige Jahre zuvor vollzogenen Gründung sich die überschwänglichsten Hoffnungen fürFörderung der Wissenschaften in England verbanden. Auf Anregung gelehrter undgeistreicher Freunde, bei welchen L. im höchsten Ansehen stand, begann er 1670 seineeingehendere Beschäftigung mit der Theorie des menschlichen Erkennens, wurde aberder wissenschaftlichen Muße wieder entzogen, als Lord Ashley 1672 zum Grafen vonShaftesbury und Großkanzler, er selbst aber zum Lsorotavp ok tlls prsgontations okbsneüts ernannt wurde. Zwar legte Shaftesbury im folgenden Jahre schon das großeSiegel wieder nieder, L. aber, einmal in die heftigen und aufregenden politischen Con-troversen jener Zeit verwickelt, kam so wenig zur Ruhe, daß er sich genöthigt sah, zurHerstellung seiner Gesundheit eine Reise in das südliche Frankreich zu unternehmen,Wo er in Montpellier mit Herbert, dem nachherigen Earl of Pembrok, näher bekanntWurde, dem er später seinenCssa^ on Human Enäsistanäing" dedicirte. Im Jahre1679 war Shaftesbury von dem Hofe wieder in Gnaden angenommen und zum Mi-nisterpräsidenten ernannt worden. Er beeilte sich, L. von Paris, wohin dieser unter-