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Landkarten.
zuletzt gegeben werde, und daß es bei Anfängern genüge, wenn sie Richtung oderAusdehnung der Gebirge zuerst nur mit Linien angeben. Eine besondere Rücksichtverdient der Stoff, ans den diese Uebungskartcn gedruckt werden, insofern es als einVorthcil anznsehen ist, wenn das Exemplar zu wiederholter Einzeichnnng tauglich ist,indem sich dieselben mit Gnmmielasticum oder dem Schwamm ohne Schaden wiederentfernen lassen. In dieser Beziehung sind die Netze und Flußtarten von Fr. Schö-ninger (Wien, Landstraße, Angustinerhans) zu empfehlen, welche ans Oekonomiepapier(siehe Jnductionsglcbns) gedruckt, oftmals gebraucht werden können. Man denke nurau ungeschickte Hände, die sehr häufig Fehler machen! Zu Einzeichnungen in derSchule eignen sich Schauenburgs Fluß karten von Europa und Mitteleuropa(Berlin 1855) mit blauem Wasser auf schwarzem Wachspapier vortrefflich, ebenso dieSchichtenkarten von O. Delitsch (siehe Wandkarten). — Beinahe alle diese genanntenBehelfe enthalten in einem Vorworte oder einer Beigabe eine Anleitung zum Gebrauche,insbesondere haben die Andeutungen v. Sydows als Resultat vicljähriger eigenerErfahrung einen praktischen Werth. Was hier am Schlüsse über die Ausführung an-geführt wurde, gilt großcntheils auch für die nächste Elaste, die
b) Grad-Netzkarten, welche außer den Meridianen und Parallelen sehr wenigeoder gar keine Anhaltspunkte für den Zeichner gewähren, von dem man bereits einwohlgeübtes Augenmaß voraussetzt. Es ist dabei Acht zu haben, daß die Netze, umjede gar zu bequeme Nachbildung zu verhindern (transparentes Nachzeichnen u. s. f.), einenvon den Originalien verschiedenen Maßstab haben sollen. Solche Netzsammlungengiebt es sehr viele; sie sind alle brauchbar, wenn in der Projection kein zu groberFehler begangen wurde, und ihre Verwendung ist sogar bindend angezeigt, wenn dereigene Entwurf mit zu großem Zeitaufwands verbunden wäre und mechanische Beihülfevon Instrumenten erfordern würde, z. B. bei Horizontalprojectioncn der Erdkugel. Einsystematischer Netzatlas besteht kaum noch. Er würde enthalten müßen: dieverschiedenen Projektionen der Erdkugel, dann Netze für eine beschränkte Folge vonMaßstäben, von der Acquatorgegend bis zum Pole. Man findet oft auf den Netzennicht blos die Breiten, sondern auch die Meridiangrade ansgeschrieben, was doch störtwenn das Netz für ein anderes Land in gleicher Breitenlage gebraucht werden sollte.Unter diesen Netzatlanten und Karten finden wir wieder Arbeiten v. Sydows(Gotha), Vogels (Leipzig 1853. 2. Anfl.) auf schwarzem Wachspapier, und F. Schö-'ningers (Wien) auf blaßgelb impastirtcm Papiere und auf beiden Seiten bedruckt.
o) Anweisungen zum Entwerfen der Netze und zur Bergzcichnung. Ge-reifteren Schülern, die schon mit Zirkel und Lineal gut umzugehen wissen, kann derNetzentwurf unter Anleitung des Lehrers anstandlos zngemuthct und damit der letzteAct des Landkartenzeichnens vollendet werden, wenn anders die Tendenz des Unter-richtes einen so weiten Schritt bedingt. Vom Lehrer ist diese Kenntnis jedenfalls zufordern, und es ist daher gewiß nicht unangemessen, wenn in der Schulbibliothek irgendeine passende Anleitung dazu vorhanden ist. Ausführliche Belehrung findet man im4. Thcile von T. Mayers praktischer Geometrie (Erlangen 1794. 1828); eine po-pulär gehaltene Darstellung hat Frank (Laibach 1839) geliefert; auch der Schreiberdieses Artikels hat im Anhänge zu seiner mathematischen Geographie (Wien 1857)versucht, über die gewöhnlichen Projektionen das Nöthigste beizubringen. Wenn in derUeberschrift auch Anweisungen zur Berg Zeichnung genannt sind, so ist damit nichtgemeint, sie so zur Uebung zu bringen, wie es das Zeichnen topographischer Kartenerheischt; das ist die Aufgabe für Schüler von Specialschulen, technischen oder militä-rischen Anstalten, aber das Gesetz, oder mit einen: Worte, die Bedeutung der Berg-zeichnung ist daraus zu entnehmen, und es muß dem Schüler klar werden, wie beivoller Geltung der konventionellen Zeichnnngsmethode die Schraffen im Verhältnissezur Neigung der Abhänge stehen, v. Sydow (und schon mehr als ein Autor vorihm) hat deshalb in seinem Atlas und in seinem Leitfaden das Gesetz der Schraffen