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Landkarten.
netterer Arbeit verfolgte diese Richtung der Atlas von N. Groß (Stuttgart 1816), endlichtrat im Jahr 1847 v. Sydow mit seinem Atlas hervor (Gotha bei Perthes), dessen prak-tische Wirksamkeit seither ohne Aendernng seines Grnndcharakters durch die hypsometrischeAusführung und die abgesonderte Ausgabe der hydrographischen und orographischenElemente (1855—1856) wesentlich erhöht worden ist. Im Einklänge zu seinen Wand-karten stehend (gewiß ein schätzbarer Vortheil) gewährt er Stoff zu den nützlichstenHebungen, die in klar geschriebenen Vorworten erläutert werden, und enthält gerade soviel Stoff, als des Verfassers praktische Erfahrung der Mittelstufe znm Verdauen zn-mnthet. Und nun, wo sich v. Sydow auch entschlossen hat, den Leitfaden dazu zuschreiben, dessen trefflicher erster Theil bereits erschienen ist (Gotha 1862), erhaltenWandkarten, Schnlatlas und Text, als von einem Antor ausgehend, einen eigenthüm-lichen Werth durch ihr harmonisches Zusammenwirken. Möchten allen Lehrern dieWorte kund werden, die v. Sydow in der Nealschnllehrcrversammlung in Gotha am1. Februar 1847 über den Werth und die Verwendung der Karte beim Unterrichtesprach, deren Hauptinhalt darin bestand, der Schüler müße die Karte verstehenlernen und fähig werden, das Verstandene unmittelbar wiederzngcben.Wie v. Sydow für eine höhere Untcrrichtsstufe gesorgt, Werden wir im nächsten Ab-schnitte erfahren. Besondere Erwähnung verdienen noch Völtcrs Atlas (Eßlingen
1853) abgesehen von seiner Ueberladung; Noosts Schul-Atlas (Kempten 1854);C. Adamis Atlas (Berlin 1855); der Atlas von Liech lenstcrn und Lang;(Braunschwcig 1855) mit Ausnahme seines hypercarikirtcn (nicht zu selten falschen)Terrains; Winkelmanns kleiner AtlaS (Eßlingen 1855); Otto DelitschS Ele-mentaratlas (Leipzig 1856) in Oelfarbendruck homogen zu dessen Wandkarten (s. d.Abschnitt ^.); I. M. Zieglers allgemeiner Atlas (Winterthur 1857, ein Pendantzu dessen hypsometrischem Atlas und reducirt aus desselben Autors vortrefflichemK. Ritter gewidmeten Atlas). Wenn wir nun die Atlanten mit vorherrschenden: poli-tischem Charakter ins Auge fassen, der durch die Beigabe einiger physischen und physi-kalischen Karten nicht wesentlich geändert wird, so treten als die meist verbreiteten dervon dein geogr. Institut zu Weimar herausgegebene (von Kiepert revidirte) Schul-atlas und der in Inst. Perthes geogr. Anstalt erschienene Stieler'sche Schulatlas ent-gegen, von welchen der letztere (besonders durch die neuen Bearbeitungen von HermannBerg Haus) sich den Bedürfnissen der Schule adäquater zeigt, die lieber weniger fordert,aber desto besseres. Auch ist die geographische Anstalt in Gotha in der Regel schnellerals andere Verleger in der Erneuerung ihrer Karten nach der jüngsten Stufe desWissens, und ist speciellcn Bedürfnissen einzelner Staaten durch Separatausgabcn undIlebersetzung in andere Sprachen entgegengekommcn; ein Beispiel das mehrfach Nach-ahmung gefunden hat, ohne daß gleiches geboten wurde. Die allgemeine Plünderungdes großen physikalischen Atlas vonvr.H. Berghaus hat die FirmaI.Perthesveranlaßt, einen Auszug davon im Schulformat (1850) zu veröffentlichen und sechsphysikalische Karten auch dem Stieler'schcn Atlas beizngcben. Auch dem KiepertschenSchulatlas ist eine solche Bereicherung zu Theil geworden. Ein neuestes Product, daSzum dritten Theile neu und gut bearbeitete Blätter enthält, im übrigen auf Nach-ahmung oder Copirung guter Originalicn beruht, ist der Schulatlas von Kozenn (Wienund Ollmütz 1862), der durch den zngezogenen Plagiatsconflict in weiteren Kreisenbekannt geworden ist, als es wahrscheinlich sonst geschehen wäre. Ans älterer Zeit hatsich noch auf dem Nepertoir erhalten: Frieds Atlas (Wien 1834), der aber in seinerTendenz die Schule beinahe schon aus dem Auge verliert. Voigts Schulatlas (Berlin
1854) ist, ungeachtet seiner guten Eigenschaften, nur deshalb oben nicht genannt worden,weil er im Terrain eine Abstraction zeigt, die der jugendlichen Auffassung nicht zusagt.Eine besondere Erwähnung wird seiner Zeit der hypsometrische Atlas der österr.Kronländer von V. Strefsleur (Wien) verdienen, dessen Vollendnng in Aussicht