Landkarten.
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^rialzone des gestirnten Himmels, Frciburg 1856 bei Wagner (1 Bl.), mit weißenSternen auf schwarzem Grunde, durch Deutlichkeit besonders ausgezeichnet. Ein Ver-zeichnis von Sternkarten, wie sie der Astronom bedarf, wird hier niemand suchenwollen; für Schulen mittlerer Elasten ist in einigen vielverbreiteten Atlanten Hz. B. injenen von Stieler und v. Sydow) durch eigene Kärtchen mehr als hinreichend gesorgt.Zur Aufsuchung des Standes der Gestirne für jeden gegebenen Moment dient ambesten die Einrichtung, welche Bode (in Berlin) und Eckhart (in Darmstadt) ihrenfür bestimmte Breiten passenden Sternkarten gegeben haben, nach der auch das beiReimer in Berlin zu habende Astrognostikon eingerichtet ist. Wohl zu beachten ist,daß der bewegliche Ellipsenausschnitt mit wachsender Breite sich verändert, weshalbauch Reimer dreierlei Ausgaben veranstaltet hat für Orte von 45—50, 50—55, 55—60°.
1. Der Himmelsglobus verdankt sein häufiges Vorkommen zu nicht geringemTheile mehr seiner symmetrischen Schaustellung mit seinem ungleich häufiger benütztenDoppelgänger, dem Erdglobns, als dem wirklichen Gebrauche in und außer der Schule.Der Umfang der Aufgaben, die mit seiner Beihülfe gelöst werden können, ist zwar einausgedehnterer und universalerer, als ihn das Astrognostikon gewährt, auch gestattet cr-eme genauere Bestimmung, hingegen erprobt sich dieses beim localen Gebrauche alshandsamer und ist bedeutend billiger herzustellen. Obwohl die Ortsveränderungen in derSternenwelt in Hinsicht auf die gegenseitige Lage der Gestirne auf den Globus ohneEinstuß bleiben, verändert sich doch beiläufig mit jedem halben Jahrhundert nach und nachdas Netz vermöge der Präcession der Nachtgleichen, was zur Folge hat, daß eine alteHimmelskugel zur Halbweg genauen Lösung der Aufgaben untauglich wird, ähnlich wieein Erdglobns durch die neuen Entdeckungen in den wenig bekannten oder gar unbe-kannten innern Regionen der Continente bis zur Unbrauchbarkeit veraltet. Im Noth-falle können mit geringer Unbequemlichkeit viele Aufgaben, z. B. über den Stand derSonne, ihre Auf- und Untergangszeit u. s. w. am Erdglobus eben so gut gelöst wer-den, und in dieser Hinsicht ist das Bedürfnis einer Himmelskugel für die Schule nichtnur kein schreiendes, sondern sie kann sogar,als entbehrlich erachtet werden. Würdenaber die Mittel einer Unterrichtsanstalt auch die Anschaffung minder nöthiger Dingegewähren und man die Wahl zwischen mehreren Arten von Himmelskngeln frei haben,so gebietet die Rücksicht auf die Hauptsache jene ostsris xaribus vorzuziehen, auf Wel-cher nicht die Bilder, sondern die Sterne hervorgehoben sind, was auf älteren Globengewöhnlich umgekehrt zntrifft. Fast alle Kunsthandlungen, welche ausgezeichnete Erd?globen veröffentlicht haben, waren bemüht, ihnen ebenbürtige Himmelsgloben herznstellen,daher bezüglich dieser, um Wiederholungen zn ersparen, die besten Erzeugnisse im Ab-schnitte über die Erdkugel nachgesehcn werden mögen.
Die Kenntnis der Erde im ganzen und ihrer Theile helfen vermitteln:
1) Die Erdkugel (der Globus e^o^ijv).
Unter die geographischen Hülfsmittel, die keine Schule vermissen sollte, in welcherErdbeschreibung einen Theil des Unterrichts bildet, gehört der Erdglobns. Er dientzu zweierlei Zwecken in zwei Perioden; zuerst ohne Montirung in der Elementarclassezur Uebersicht des Erdganzen, der Lage der Continente, des Zusammenhanges der Oceaneu. s. w., später mit voller Montirung zur Lösung der Aufgaben aus der mathemati-schen Geographie. Die volle Montirung besteht aus dem Gestelle mit dem Horizont,dem Meridian, einem biegsamen Höhenquadranten, der Stundennhr und einem Compas.Um die Globen wohlfeiler zn machen, hat man auch solche mit halber Montirung her-gestellt, die keinen Horizont und nur einen halben Meridian haben, und daher zurLösung verschiedener Aufgaben nicht verwendbar sind. Der Preisunterschied einigerThaler sollte von der Anschaffung eines vollständig ausgerüsteten Globus nicht abhalten;denn nur für den Elementarunterricht ist die halbe Montirung hinreichend, sofern sie we-nigstens gestattet, der Erdachse die entsprechende Richtung zu geben. Verzichtet man auchauf dies und betrachtet man den Globus bloß als Bild der Erde, so ist es freilich gleich-