Körperliche Erziehung.
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Die Größe des Zimmerraumes nach dem Athembedürfnisse zu bestimmen, ist un-möglich; dagegen sollte man die disponible Luftmenge für die älteren Classen durch einegrößere Höhe der Zimmer vermehren.
Beim Bauplan ist ferner die genügende Breite und mäßige Steigung der Trep-pen und ein genügender Flächenraum der Corridore, sowie die Bentilation derselbendurch Gegenöffnungen zu beachten.
In Bezug auf die einzelnen Schulzimmcr verlangt die Gesundheitspflege ge-nügende Ventilation, gleichmäßige Temperatur, Schutzmittel für das Auge und einesolche Construction der Geräthe, daß der Ermüdung, der schiefen Haltung und derKurzsichtigkeit entgegengearbeitet wird.
Die schlechte, übelriechende Luft in unseren Schulen ist ein Hauptgebrechen; einübler, dumpfiger, das Athmen beengender und den Kopf einnehmender Geruch ist mei-stens permanent; die Verschlechterung der Luft steigt nun rasch, um so mehr, je größerdie relative Zahl der athmenden Menschen ist und je länger ihr ununterbrochener Aufent-halt dauert; lassen wir nach der jetzt beliebten Annahme die Menge der Kohlensäure(dem Volumen nach) als den Maßstab für die Güte der Luft in den WohnräumenGesunder gelten, so bekommen wir ein anschauliches Bild für die Luftverschlechterungim Schulzimmer, wenn wir den verdienstvollen Analysen von Pettenkofer entnehmen,daß die Menge der Kohlensäure, welche in der normalen Atmosphäre auf tausend Th eile0,4 Vol. beträgt, in einem großen Wohnzimmer auf 6—8 Zehntausendel, in einembesseren Schulgelasse nach bloß zweistündigem Verweilen von 70 Schülern auf 7,2pro willo stieg. Die Hauptquellen der physikalischen und chemischen Luftverderbnis inder Schule sind der athmende Mensch selbst, indem seine Lunge der Luft Sauerstoffentzieht, dagegen Kohlensäure, Wasserdampf, häufig auch Ammoniak und Riechstoffe mit-theilt, und indem seine Haut gleichfalls Wasser und organische Riechstoffe verdunstet;der Mensch vergiftet seine Atmosphäre, die daher stetiger Zufuhr von normal beschaffe-
ergiebt sich aus der Breite des Tisches -ft der der Sitzbauk -ft dem Zwischenraum zwischen Bank- undTischrand; die andere Seite der Fläche ist gleich dem Abstande beider Ellenbogen eines Knabenbeim Schreiben oder Zeichnen, oder vielmehr ein wenig größer. Dieser Abstand beträgt nachmeinen Messungen bei Knaben von 5—7 Jahren IS—20 Zoll; für solche von 7—10 Jahren23 Zoll, für solche von 10—14 Jahren 24—25 Zoll, für ältere Individuen 26—27 Zoll. DieBreite des Tisches muß bei kleinen Schülern 8, bei größeren 10—12 Zoll sein, wovon, wenndie Tafel im Winkel ansteigt, ein unwesentliches Weniger für nnsere Linie in Wegfall kommt; dieSitzbankbreite muß immer der Länge des Fußes des entsprechenden Alters entsprechen. Diesemuß durchschnittlich angenommen werden für Knaben von 5—7 Jahren 8 Zoll, für solche von7—10 Jahren S Zoll, für Knaben von 10 —14 Jahren 10—11 Zoll, für Schüler von 14—18Jahren 12 Zoll. Der Zwischenraum zwischen Bank und Tischrand muß gleich sein dem Durch-messer des Oberschenkels an der Leiste von vorn nach hinten; diese Linie beträgt (nach Schätzung)bei Knaben von 5—7 Jahren 7 Zoll, bei solchen von 10 — 14 Jahren 8 Zoll, bei älteren Indi-viduen 8—S Zoll.
Berechnet mau die fraglichen Linien für das Alter von 5 Jahren, so ergiebt sich Folgendes:Ellenbogenabstand — 20 Zoll; Tischbreite -ft Bank-ft Zwischenraum — 8-ft8ft5 — 21 Zoll;Fläche ---- 42S ftsZoll; 100 solche Kinder brauchen somit 2S1 ft) Fuß Fläche zum Aufenthaltein der Bank."
P. setzt weiter einen freien Raum um die Gesammtheit der Bänke (2S1 Hs Fuß) von SOZoll Breite und ferner für einen Mittelgang eine Fläche von 22 x 2 ft 2 Fuß und berechnet so-fort aus beiden Flächen den quadratischen Zimmerraum für jeden Schüler, nämlich:
für eine Person von 5— 7 Jahren.5,SS ft) Fuß,
„ ,, „7—10 „ .......... s, / 5 „
„ „ „ 10-14 „ ..11,71
das Mittel aus diesen drei Flächenzahlen beträgt somit fast S ft) Fuß. Bei der erheblichen Differenzzwischen dieser und den gebräuchlichen Zahlen <5—6 fts Fuß) ist die bedeutende Quote für dieFläche des freien Raumes in Anschlag zu bringen.