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4 (1865) Kirche - Muttersprache
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Körperliche Erziehung.

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die menschliche Organisation mit ven Anforderungen der Gcsnndheitslehre in Einklangzu bringen sei, einem besonderen Theile (Zweiter Art. Pflichten der Schule) Vorbehalten.

^.) Private Hygieine. Die Grundlage unserer realistischen Auffassung bildetdie von jeder Theorie unabhängige Thatsache, daß der Mensch der irdischen Erscheinungnach eine organische Einheit darstellt, bei welcher die allmähliche Entwicklung der leib-lichen wie der geistig-sittlichen Seite mit einander verknüpft sind, und indem zwischendas rein Materielle im Menschen und das Geistige die an ein materielles den organi-schen Gesetzen der Materie unterworfenes als Centrnm des Nervcnapparatcs gesetztesOrgan gebundenen psychischen Functionen eingeschoben sind, besteht nach inneren Gesetzenein wechselseitiger Einfluß der körperlichen, psychischen und geistigen Functionen; zumnormalen Verhalten aller gehört das Gleichgewicht unter denselben, und dieses selbst istwieder bedingt durch das normale Verhalten der einzelnen rein körperlichen, psychischenund rein geistigen Functionen. Da das Organ der psychischen Functionen zugleich dasOrgan ist, in welchem die äußeren wie die inneren Eindrücke zusammengefaßt und durchwelches andererseits die von den geistigen Bewegungen im Gehirn gesetzten Veränderungenmittelst des centrifugalen Nervensystems auf den ganzen Körper wirken, und da weiterdas Gehirn vermöge seiner äußerst feinen, im lebhaftesten Stoffwechsel begriffenen Materiefür die Schwankungen der Blutqualität äußerst empfindlich ist, so wird begreiflich, warumdie Abhängigkeit der psychischen und mittelbar der geistigen Erscheinungen in so vielfacherWeise schon im gesunden Zustande, noch mehr aber bei einer durch sog. functionelle oderpalpable Veränderungen im psychischen Gehirn gesetzten Störung des Gleichgewichtszwischen der unfreiwilligen psychischen und der bewußten geistigen Thätigkeit, sich darstellt.Hierin liegt die Forderung, ans dem Wege der Erfahrung die körperlichen Bedingungenzu erforschen, unter welchen die möglichst vollkommene Ausbildung und Leistung desgeistig-sittlichen Thätigseins gesichert ist, andererseits aber wird die Medicin ebenso denWesentlichen Einfluß des geistig-sittlichen Lebens je nach der Qualität und Quantitätseiner Thätigkeit auf das Befinden des ganzen Organismus, speciell der körperlichenGesundheit zu erforschen haben. Schon nach dem Bemerkten erhellt, daß eine widerna-türliche Störung der Harmonie zwischen den beiden Sphären immer das Ganze beschä-digt und wird die Benachtheilignng des verkümmerten Theiles zuletzt auf den einseitigbegünstigten schädlich zurückwirken, es begreift sich, wie gerade im kranken Körper dienormale Herrschaft der vernünftigen Selbstbestimmung aufgehoben, der Geist also zumSklaven des Stoffes gemacht und wie dagegen im gesunden Menschen die im normalenStand erhaltene Sinnlichkeit von: sittlichen Geiste am leichtesten beherrscht wird; sodannwird auch Schleiermachers Satz, die Gränze zwischen körperlicher und geistigerErziehung könne nicht angegeben werden, in seiner Wahrheit einleuchten; denn in derThat, es kann bei der Verkettung aller Tätigkeiten des Menschen keine scharfe Gränzezwischen beiden überhaupt geben. Es liegt aber auch in dieser göttlichen Ordnungunseres Wesens der Beweis für die sittliche Bedeutung der physischen Erziehung undPflege; schätzen wir die Rechte des Körpers, so arbeiten wir eben damit an der Er-möglichung einer möglichst vollkommenen Entwicklung des innern Menschen, und anstattmit einer falschen religiösen Auffassung, in der Misachtung oder Mißhandlung desKörpers eine Hauptstütze für die göttliche Erziehung des Menschen zu finden, müssenwir den Leib nach sinnlich-vernünftigen Grundsätzen pflegen, so daß der ganze Menschbefähigt werde, ein Tempel des göttlichen Geistes zu werden.

Bekanntlich lag der antiken Erziehung, wo dieselbe nicht politischer Zweck war,eine Würdigung dieses Wechsclvcrhältnisses zwischen Körperlichem und Geistigem zuGrund. Die bestimmte Forderung einer die physische Natur des Menschen als die eine

ostbeära entscheidet. Die Gesellschaft ist aber nicht ex oatlisärL, sondern exeuria, die eigent-lich nicht der heilige Geist, sondern auch oft irdische Staatsklugheit zu regieren Pflegt, aufgehobenworden. Vielleicht leiden Sie an eben diesem Scrupel, und dann kommt Ihnen diese Auflösungheilsam." D. Red.