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4 (1865) Kirche - Muttersprache
Entstehung
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Körperliche Erziehung.

und Sprechens abgeschlossenen Kindheit bis zum Anfang des Jngendalters. Die Dar-stellung jenes ersten Stückes der körperlichen Erziehung wurde besonders gegeben. Wirunterscheiden die private und die öffentliche Aufgabe der Gesundheitspflege (Hy-gieine). Hiebei ist aber weiter die Darlegung, wie der Einfluß des Schullebens auf

eine der stärksten Ketten, mit denen uns Satan fest an die Erde schmieden will. Ich hatte auch wirk-lich mit diesem Erbfeinde unserer Vollkommenheit gestern Abend, die Nacht und den heutigenMorgen über einen fast eben so beschwerlichen Kampf, als gleich im Anfänge meines geistlichenStandes. Denn alle Augenblicke zauberte er mir Papa und Mama, Brüder und Schwestern,Onkel und Tanten, selbst unser Stubenmädchen nicht ausgenommen, vor die Augen des Geistes.Sie können sich die Gewissensangst vorstellen, die ich auszustehen hatte, bis endlich heute neunUhr Morgens der Manuductor «»kündigte: der Pater Rector erlaube uns allen, an unsere An-gehörigen zu schreiben und sie auf unsere Zuriickkunft vorzubereiten. Zn größerer Beruhigungmeines Gewissens begehrte ich für meine Person vom Manuductor insbesondere Erlaubnis, nichtnur beim Schreiben, sondern auch sonst den Tag über an meine nächsten Blutsfreunde denkenzu dürfen. Ich erhielt sie auch, die Zeiten der Meditation, der geistlichen Lesung und des Lu-xeluo voiniul ausgenommen. Den leidigen Versucher noch mehr zu quälen und mir noch oben-drein das Verdienst des Gehorsams zu machen, gieng ich vor dem Schreiben zu unserem PaterRector selbst auf die Stube und ersuchte ihn, mir das Nachhauseschreibeu in Kraft des heiligenGehorsames zu befehlen.

Mir ist jetzt nichts anderes mehr übrig, als daß ich Sie, bester Papa, fußfällig und durchdie Liebe unseres Herrn bitte, mich wiederum in Ihr Haus aufzuuehmen, und weil der PaterRector gerne sähe, daß diejenigen, welche ihre Eltern hier haben, bald ans dem Noviziatekämen, mich unmaßgeblich etwa morgen Nachmittag abzuholen. Wahrscheinlich werde ich nichtlange zu Hause bleiben. Denn nach einer klaren Weissagung unseres heil. Vaters sollte dieGesellschaft zwar der List und Gewalt ihrer Feinde unterliegen, aber nur um in kurzem mitdesto größerer Herrlichkeit wiederhergestellt zu werden. Dieser Trost, den uns Pater Rectorheute früh in einer rührenden Anrede mittheilte, kam eben zur rechten Zeit, nicht nur um unserebeklommenen Herzen zu erleichtern, sondern auch um manchen von uns von einem gefährlichenSchritte abzuhalten, den er sonst sehr leicht hätte thun können. Es schickten nämlich mehrerePrälaten, Provincialen, Aebtc und Pröbste in unser Noviziat, ließen uns ihres Beileides ver-sichern und jedem von uns, der sich entschließen würde, geistlich zu bleiben, ohne weiteres ihrerespectiven Ordenskleider anbieten. Wieder eine Schlinge des arglistigen, sich in einen Engeldes Lichts so oft verstellenden Teufels, der gar wohl weiß, wie Pater Rector sagt, daß die Ge-sellschaft keinen, der einmal das Kleid eines andern Ordens getragen hat, vermöge ihrer Grund-verfassung unter die Ihrigen aufnehmen könnte! Pater Rector meint also, wir sollen jederwenigstens ein halbes Jahr ausharren und uns während dieser Zeit zu keinem andern, wedergeistlichen noch weltlichen Stande entschließen. Ich werde, mit Ihrer Beistimmung, seinemRathe folgen, besonders da ich erst fünfzehn Jahre alt bin und folglich durch ein halbes Jahreben nicht viel in Rücksicht auf meine Vorbereitung zu einer künftigen Lebensart zu verlierenhabe. Zu Hause werde ich nach aller Möglichkeit indessen die Lebensart fortsetzen, die ich nunGottlob! hier so ziemlich erlernt habe. Ich bitte Sie daher, mir das Zimmer mit dem beson-deren Eingang in den Vorsaal, wo jetzt unser altes Hausgeräth steht, einzuräumeu, und zwardasselbe durch unfern Johann zurecht machen zu lassen. Von nun an soll weder Hansmagd,noch Stubenmädchen, noch auch eine meiner Schwestern selbst hineinkommen. Meine liebe Mamaaber lasse ich erinnern, daß der heilige Aloysius seiner fürstlichen Mutter niemals ins Angesichtsah. Das Uebrige wollen wir mündlich mit einander abmachen. Derjenige, der die drei baby-lonischen Knaben mitten im Feuerofen unverletzt erhielt, wird seine Wunder an mir und denarmen Gefährten meines Schicksales erneuern. Ich werde in der Welt leben, ohne der Weltzu leben. Indessen darf man Gott nicht versuchen und Gefahren herbeirufen, denen man leichtausweichen kann. Ich weiß, wie bereitwillig Sie mir zu meinen guten Absichten Ihre Händebieten werden. Sie werden auf diese Weise auch Vater von der Seele werden, wie Sie esbisher von dem Leibe waren Ihres gehorsamsten Sohnes und Dieners in Christo.

N.S. Pater Rector hat mich auch noch von einer andern Gewissensangst befreit. Ichkonnte mir die Frage, wie der Papst unfehlbar sein und doch die Gesellschaft aufheben könnte,weder anflösen, noch aus dem Sinne schlagen. Ich nahm meine Zuflucht zu Pater Rector undbrachte folgenden beruhigenden Bescheid von ihm zurück. Der Papst ist unfehlbar, wenn er er: