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4 (1865) Kirche - Muttersprache
Entstehung
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Kleinkinderschulen.

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Klostcrschulen.

hatte 1819 eine der Detmoldischen Pflegeanstalt ähnliche Anstalt gegründet, in welcherursprünglich Kinder von bis 5 Jahren ausgenommen wurden. Eine allgemeineRegsamkeit auf diesem Gebiete zeichnet, wie schon oben erwähnt, die beiden nunfolgenden Decennien aus. Ueberall auf dem Continente offenbart sich eine große Be-geisterung für das von den Engländern gegebene Beispiel. Cochin, Maire von Paris,gieng 1826 nach England, um jene Anstalten näher kennen zu lernen und errichteteeine solche (8alls cl'asils) in Paris unter Mitwirkung eines Comito von Damen. ImI. 1840 zählte Frankreich bereits 330 Kleinkinderschulen. Auch in 'Spanien wurdendergleichen Anstalten gegründet, und in Italien, wo sie gegenwärtig Garibaldi-Schulengenannt werden, weil Garibaldi die Frauen Italiens für dieselben zu interessiren sucht,haben sie sich leicht an die früheren Privatiustitute ähnlicher Tendenz angeschlossen;die erste wurde durch Apperti in Cremona errichtet. In der Schweiz (1827), in denNiederlanden (1828), in Dänemark, Schweden und Ungarn (hier durch die GräfinCoro mp a) verbreiteten sie sich fast gleichzeitig. Mit allgemeiner Theilnahme wurdensie in Deutschland gefördert. Von den Regierungen befürwortet, au manchen Puncten,wie z. B. in Kurhesseu 1825 den sämmtlichen Stadt- und Dorfgemeinden zur Pflichtgemacht, von erhabenen Fürstinnen, z. B. der Kaiserin von Oestreich, der Königin vonPreußen, der Königin von Baiern rc. in ihren besonderen Schutz genommen, von denberühmtesten pädagogischen Schriftstellern (Niemeyer, Türk, Schwarz, Zerrenner, Diester-weg) empfohlen, nahmen diese Anstalten, fast überall von besonderen Vereinen unter-halten, in allen Theileu Deutschlands einen großen Aufschwung. Dennoch wird mannoch immer sagen müßen, daß die Kinderbewahranstalten bis jetzt nur Probeanstaltensind. Das sociale und sittliche Problem, welches sie zu lösen helfen sollen, ist nochungelöst, seine Wurzeln liegen tiefer und sind weiter nach allen Richtungen verbreitet,als daß sie von einem Puncte aus getroffen werden könnten, lieber die heilsamenWirkungen der Äinderbewahranstalten läßt sich nur die zwiefache Erfahrung aussprechen,daß sie an einzelnen Puncten nachweisbar dem sittlichen Verderben der Jugend ent-gegen gewirkt, und daß sie fast überall die Mortalität der Kinder vermindert haben.Eine allgemeinere Wirkung dieser Anstalten würde nur durch eine allgemeinere Verbreitungderselben hervorgerufcn werden können. Es scheint aber, daß in dem letzten Dccenniumder Eifer der Vereine nachgelassen hat, und manche der Anstalten, die früher blühten,anfangen zu verkümmern. Es gilt daher zunächst, zu erhalten, was vorhanden ist.Werke der freien Liebe, wie es diese Institute sind, müßen durch ihre Organisationüber die Zufälligkeit der sittlichen Begeisterung erhoben werden. Das Bestehen derBewahranstalten ist wesentlich davon abhängig, daß auf die Erlangung eines Localesals bleibenden Eigenthums derselben und aus die Errichtung eines Erhaltung s-fonds mit den Rechten milder Stiftungen, so daß sie auch Vermächtnisse an-nehmen können, überall das Augenmerk gerichtet werde. Die Regsamkeit der Vereineerschlafft zuletzt, aber die Absichten höherer Cultur müßen immer darauf ausgehen, etwasbleibendes zu schaffen.

Bon einer Geschichte des Kindergartens kann füglich noch nicht die Rede sein.

Flashar.

Klostcrschllleil. Es gewährt ein eigenthümliches Interesse zu sehen, daß dieje-nigen, welche, vom Geiste der Askese ergriffen, aus allen das Gemüth au das Lebenkettenden Verbindungen sich herausrißen, um frei zu werden für den Dienst des Herrn,doch immer wieder bereit gewesen sind, eine Jugend um sich zu sammeln, deren Anblickdas, was sie aufgegeben hatten, ihnen so nahe stellte und so reizend erscheinen lassenkonnte. Da ist nun freilich von vorn herein zu berücksichtigen, daß zunächst eigentlichnie ein pädagogisches Bedürfnis zu solchem Wirken an der Jugend hingeleitet hat,sondern wo nicht eine ganz individuelle Neigung und Begabung die Thätigkeit ein-zelner bestimmte entweder das durch die Werke des Ordens Geforderte oder das denhierarchischen Bestrebungen Entsprechende maßgebend gewesen ist. Aber es ist so doch