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Kleinkinderschulcn.
geräthe, Schiefertafeln rc. rasch und zu gleicher Zeit vollziehen, ihre bestimmten Plätzesofort wieder einnehmcn, in den Pausen, wo sie sich unter einander mischen oder plaudern,,auf das gegebene Zeichen augenblicklich still und ruhig sind rc.
Wird durch den heitern Ton, mit welchem dergleichen geboten und über die Voll-ziehung gewacht wird, dies alles den Kindern zu einem heitern Spiele gemacht, dessenGesetzen sie gern pünctlicheu Gehorsam leisten, so ist ihnen zugleich in glücklichster Formder Sinn für Ordnung und für jene Gesetzlichkeit, in welcher die Gemeinschaft alleinbestehen kann, erschlossen. In dieser Beziehung, weil ja die kleinen Kinder am wenigstendie Noch Wendigkeit solcher Ordnungen begreifen , ist der Rath Wilderspins (a. a.
0. S. 58) durchaus praktisch, daß man an den Anfang aller Beschäftigungen dievon ihm sogenannten „Handlectionen" stellen möge, Hebungen, durch welche die Kindergewöhnt werden, gemeinschaftlich die Hände in die Höhe zu heben, wieder herab-zusenken, auszustrecken oder auf den Rücken zu legen, von den Sitzen aufznstehen, sichniederznsetzen rc., wodurch die Kinder zunächst zu eineni Begriffe vom Zusammen-wirken kommen.
Die Methode so wie der Stoff der vorzunehmendeu Beschäftigungen sind mehrfachmit großer Gründlichkeit bearbeitet worden. Es ist daher wünschenswerth, daß denLeitern dieser Anstalten dergleichen Bearbeitungen zur Selbstbelehrung in die Hand ge-geben werden; jedoch sind diese Bücher mit Vorsicht zu gebrauchen, da sie nicht seltenüber die Gränze der Kleinkinderschule hinausgreifen. Zu den in dieser Beziehung brauch-barsten Schriften gehören außer den schon erwähnten von Wirth, Wildcrspin, Schwabe rc.folgende: Hergang, K. G., Kleine Gymnastik der Sinne und Seelenkräfte rc. Zittau1806. — Spielschule zur Bildung der fünf Sinne für kleine Kinder. Dresden 1806.— Mayo, lieber die Kinderschulen. London 1827. — Deodati, Kinderschulen. Leipzig1828. — Döbner, G. I., lieber Bewahr- und Beschäftiguugsanstalten für noch nichtschulfähige Kinder armer Eltern im allgemeinen. Freiberg 1829. — Chiznani, L.,Theoretisch-praktischer Leitfaden für Lehrer in Kinderbewahranstalten. Wien 1832. —Rehlinger, Bewahrschule für kleine Kinder. Wien 1832. — Schujh, Ehr. Th.,Die Kleiukinderschule als wichtiger Anfang von Unterricht und Lebensbildung. Heidelberg1834. — Dob sch all, I. G., Nachrichten und beurtheilende Bemerkungen rc. Liegnitz1836. — Bräuer, K., Baukasten oder Anweisung rc. Breslau 1837. — Diesterweg,
1. A. W., Der Unterricht in der Kleiukinderschule rc. 3te Auflage. Crefeld 1838. —Ossyra, I. L., Unterrichts-und Erziehungsstoffe für die sogenannten Kleinkindcrschulenrc. Quedlinburg und Leipzig 1838. — Derselbe: Naturgemäße Gymnastik, ebenda-selbst 1838. — Wirth, I. G>, (außerdem schonerwähntenBuche) Mittheilungenüber Kleinkinderschulen rc. Augsburg 1840 und: die Kinderstube, Augsburg 1839.Die Bewahranstalt für kleine Kinder. Leipzig bei Schreck 1840 (von Blumen-röder). — Hüsfel. W., Die Kleinkinderschulen vom pädagogischen Standpunkte ausbetrachtet. Weilbach 1841. — Fritz, Th., lieber Unterweisung und Erziehung der Kin-der rc. in Kinderbewahranstalten. Rottweil 1842. — Burdach (Geh. Med. Rath),lieber Kleinkinderschulen rc. Königsberg 1842.
Was die Organisation des Kindergartens betrifft, so ist dieselbe theilsin den auch ans den Kindergarten bezüglichen Erfordernissen der Kinderbewahranstaltbereits erörtert, theils durch die Eigenthümlichkeit der Fröbelschen Methode bedingt.Die Kinder werden meist nur des Vormittags versammelt und bleiben in der Anstaltetwa von 9—12 oder 1 Uhr. Zu Wärterinnen werden nur eigentliche, für den Zweckund in der Methode ausgebildete Kindergärtnerinnen gewählt. Der Beschästigungs-plan wird sich im allgemeinen dem folgenden ähnlich gestalten.
Von 9 — 'Z10 Kommen und Ordnen der Kinder. hl 10— Hs 11 Gebet. Erzählenund anschauliche Besprechungen.
Hs 11—11 (in verschiedenen Abtheilungen) Bauen, Flechten, Falten, Zeichnen rc.
11—h-12 Frühstückspause.