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Klcinkinderschulen.
Unmöglichkeit behauptet werden müßen, auf dieses Princip ein pädagogisches Systemzn gründen. Es darf aber nicht übersehen werden, daß darüber, wie er diesen seinenHauptgedanken eigentlich aufgefaßt wissen will, ans seinen Schriften durchaus keinsicheres Urtheil gewonnen werden kann. Hören wir ihn selbst.
In dem Aufsatze „der Doppelklick, eine Nenjahrsbetrachtung" (s. Friedrich Fröbelsgesammelte pädagogische Schriften. Zweite ALtheilung: Die Pädagogie des Kinder-gartens. Herausgegeben von vr. W. Lange. Berlin 1862, S. 1), der im Fröbel-schen Sonntagsblatte erschien, und in welchem Fröbel mit so liebenswürdiger Innigkeitan seine Mitbürger den Zuruf: „Kommt, laßt uns unfern Kindern leben!" gerichtet,und an denselben die Darstellung des Kindergartens angeschlossen hat, begegnen wirsofort jenem Lieblingsgedanken von dem Menschen als einem „Gliedganzen". Es hoffedieser Zuruf, den Kindern zn leben, sagt Fröbel, Anklang in des Menschen Brust znfinden. „Sieht ihn doch, fährt er fort, das allumfassende Gemüth, der durchdringendeGeist gleichsam als ein stummes Gefühl, als einen stillen Gedanken in allen Dingenund so als einen Weltgedanken sich kund thun; sieht ihn doch Geist und Gemüth imganzen All, von welchem ja selbst der Mensch wieder nur ein Glied, in welchem erselbst ein Gliedganzes ist, in That und als Thatsache sich aussprechen. Sagt es nichtdie Sonne mit allen Sternen zu der Erde mit allen ihren Geschöpfen, mit all ihrenKindern? — Sagen es nicht die Elemente, Erde, Wasser, Luft, Licht und Wärme zneinander in Beziehung auf alle Gebilde der Erde? — Sagen es nicht sogar in jedemGewächse wieder alle Theile desselben zu einander hinsichtlich des sich still an seinemOrte sich bildenden Samens? — Ja, in der ganzen Natur, wo sich nur Leben undThätigkeit kund thnt, wo das Einzelne die Einheit und das Ganze (wie z. B. derKern das Wesen des ganzen Baumes) in sich anfznnehmen strebt, um es von neuemin Mannigfaltigkeit und Allheit vollkommener kund zu thun und darzulegen, überallsehen wir den Gedanken, kommt und laßt uns unfern Kindern leben, auch als dasganze Leben umfassende Thatsache sich aussprcchen." — Es ist nicht schwer, aus einereinzigen Stelle solcher Art zu erkennen, daß es in der That weder philosophische Ge-danken noch naturwissenschaftliche Theorien sind, die uns Fröbel bietet, sondern einzufälliges Gemisch von diesen und jenen, getragen durch eine starke Bewegung desGefühls. Dieses Spiel der Phantasie mit den Erscheinungen der Natur und der gei-stigen Welt ist mehr mit der Poesie als mit der Wissenschaft verwandt. Und in derThat trägt alles, was Fröbel redet, diesen Charakter poetischen Gefühlsdranges undgelegentlicher Allusion an diese und jene Wahrheit. Einer solchen, durch das vorwie-gende Gefühls- und Phantasieleben bedingten, Denkweise ist es eigenthümlich, in allenzufälligen Beziehungen der Dinge einen tiefen Sinn zn finden und diesen gelegentlichenGedanken eine Bedeutung zu geben, die sie objectiv gar nicht haben können, weil sieganz der individuellen Anschauung angehören. Auch Fröbels Umgebung eignete sichdiese Art zu denken zum Theil an. Dahin gehört, wenn z. B. Middendorfs den NamenKindergarten dadurch erklären oder empfehlen will, weil Gott die Menschen zuerst ineinen Garten gestellt habe. Die Fröbelschen Auseinandersetzungen über die Spiele derKinder sind voll von diesen gelegentlichen, für die Sache selbst ganz gleichgültigen Gedanken;wenn er z. B. den Ball darum bedeutsam findet, weil schon das Wort in unsererSprache anzeige, daß der B-All ein Bild des Alls sei; wenn er dann sofort demBalle in der Hand des Kindes die Bedeutung giebt, auch für das Kind ein Bild desAlls und doch wieder ein Gegenbild des Kindes selbst zu sein; wenn er an die Be-merkung, daß Lesen und Schreiben eine geistige Verbindung unter den Menschen Her-vorrufe, sogleich die andre knüpft, daß da§ Kind, (natürlich wieder, weil es sich alsGliedganzes fühlt) schreiben und lesen wolle, um in diese geistige Verbindung mitandern zu treten, oder wenn behauptet wird, das Kind bezeichne mit „tick, tack" mehrdie äußere, mit „pim, paum" mehr die im Gemüthe aufgefaßte Bewegung, liebersolche Dinge kann man lächeln, wenn sie vereinzelt dastehen; wird aber diese Art des