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Zeltler — Ziem.
Restauration des Rathauses tu Malmö.Die bedeutendsten seiner Neubauten sind:die Elementarschule in Skara, das Schloßbei Hackeberga in Schonen und das Bolin-dersche Haus aufBlasieholm in Stockholm.Sehr groß ist die Zahl seiner architektoni-scheuZeichnungen uudEntwürfe fürkirch-lichc und Profanbautcn, z. B. neuerdingssür ein prächtiges Schloß bei Wad. 1871wurde er Mitglied der Akademie in Stock-holm und 1872 Ritter des dänischen Da-nebrogsordens.
Zcttler, Franz Xaver, Zeichner undGlasmaler, geb. 21. Aug. 1841 zu Mün-chen, widmete sich anfangs dem Kauf-maunsstand in Stuttgart und in seinerVaterstadt, studierte aber bei seiner großenNeigung sür die bildenden Künste'kunst-geschichtliche Werke und trat dann in dieMayersche Kunstanstalt für kirchliche Ar-beiten. Bald übernahm er die Leitung der-selben und brachte sie zu einer Höhe, daßsie damals fast 300 Personen beschäftigteund eine noch bestehende Filiale in Londongründete. Nach Aufhebung der königlichenGlasmalcrcianstalt in München gründeteer eine Anstalt für Glasmalerei unter sei-nem Namen, die infolge ihrer hervorra-genden Leistungen zur königlichen Hof-glasmalerei ernannt ward. Den Weltruf,welchen sic genießt, verdankt sie großen-teils ZettlersBestreben, die Grundsähe derBlütezeit der Glasmalerei (1440—1540)wieder in Anwendung zu bringen. InVerbindung mit Enzler und Stockbauergab er heraus: »Ansgewählte Kunstwerkeaus dem Schah der reichen Kapelle in derköniglichen alten Residenz zu München«.Er ist Ritter dcS bayrischenMichaelsordens,des österreichischen Franz-Josephsordcns,des preußischen und des italienischen Kro-nenordens und des rumänischen Sterns.
Zichy, Michael von, Historien- undGenremalcr, geb. 1827 zu Zala in Ungarn,besuchte die Akademie zu Wien und warSchüler von Waldmüller, zu dem er aberin der Wahl und in der Behandlung sei-ner Vorwürfe in großem Gegensatz steht.Ans seine Veranlassung wurde er als Leh-rer einer Großfürstin nach Petersburg be-rufen. Schon 1850 verließ er den russi-schen Hof, kehrte 1856 dorthin zurück und
wurde 1859 Hofmaler, in welcher Stellunger 15 Jahre verblieb, bis er 1874 nachParis übersiedelte. In Ölbildern, Aqua-rellen und Zeichnungen schweifen seineVorwürfe weit über das Reale hinaus; inder Formengebnng aber, worin seine eigent-liche Meisterschaft besteht, folgt er der Na-tur im Sinn der modernen Realisten.Mit Vorliebe bewegt er sich in Schaucr-und Spukgeschichten oder im allegorischenTendenzbild, nur in einigen Genrebildernschlägt er die Seite eines gesunden, kräfti-gen Humors an; immer aber ist bei ihmdie Zeichnung bedeutender als die Male-rei. Abgesehen von seinem Debüt (1847):der Gefangene im Kerker, gehören zu sei-nen historischen und allegorischen Dar-stellungen : die Kaiserin Elisabeth am SargDeäks, die Blätter: der Messias und Lu-ther auf der Wartburg, die ziemlich un-klare Zeichnung: der Mensch zwischen Ver-nunft und Narrheit (Darstellung der Nich-tigkeit alles Irdischen, nach Art der To-tentänze), jüdische Märtyrer (Kohlezeich-nung und Aquarell), Du bist von Erde undsollst zu Erde werden (ebenso) und vorallen das große Bild: die Waffen des Dä-mons der Verwüstung, das, die brennend-sten Tagessragcn in Allegorien darstellend,eineFüllc von phantastisch kontrastierendenElementen und malerischen Effektmittelnbietet und einen wahren Höllenpfnhl vonFarben aufdcckt. In erfreulichem Gegen-satz zu diesem stehen die mehr oder weni-ger heitern Genrebilder (Zeichnungen):das Edelfräulein, derJagdjunker, der letzteBesuch des Arztes, holländischer Soldat inWeinlanne, Raucher, Schachspieler, Auer-hahnjagd in Rußland u. a.
Ziem, Felix Fransois George Phili-bcrt, franz. Architektur-und Marinemaler,geb. 25. Febr. 1821 zu Bcauuc (Cöte d'Or),war acht Jahre Schüler derKunstschule zuDijon, wo er Linearzeichnen und klassischeArchitektur studierte, machte hierauf 1845bis 1848 größere Reisen im südlichenFrankreich, in Italien und im Orient.Die Früchte derselben waren eine Anzahlvon Bildern, die in einer Verbindung vonSecstück und Architektur die ganze Far-benglut des südlichen Himmels sckuldern,wozu er dankbare Motive au den Ufern des