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Biographisches Künstler-Lexikon der Gegenwart : die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke
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Mac Donald -

eine besonders in der Beleuchtung meister-hafte Kreuzabnahme, malte. Noch bekann-ter wurde er durch die im Auftrag desKönigs Victor Emanuel gemalten Fres-ken in der Kapelle dcl Sudario in Romund durch das Frcskobild im Quirin al:Triumph der drei Grazien. Später schloßer sich, den höhern historischen Motivenentfagend, dem Realismus Fortunys an,von dem er sich erst in der letzter» Zeit wie-der losgemacht hat. Sein neuestes großesBild, das in Turin Aufsehen machte, er-hielt den großen italienischen Preis undwurde von der Stadt Turin angekauft.Er ist Professor an der Akademie von SanLnca in Nom.

Mac Donald (spr.mäi-dönnnldl, JamesWilson Alexander, amerikan. Bild-hauer, geboren zu Steubenvillc (Ohio),entschloß sich 1840 beim Anblick einerBüste des Generals Washington zur Bild-hauerkunst, konnte aber in St. Louis, woer in einem kaufmännischen Geschäft thä-tig war, nur dürftigen Unterricht hierinempfangen. Später studierte er Anatomieunter dem Bildhauer Mac Dowell, ging1849 auf ein Jahr »ach New Uork undstellte 1854 eine höchst ähnliche, allgemeinbewundertePorträtbüste des StaatsmannsThomas Benton aus. Nachdem er dannnoch eine ideale Büste der Jeanne d'Arcund eine Statue der Jtalia gemacht hatte,nahm er seinen bleibenden Wohnsitz inNew Jork. Abgesehen von mehreren an-dern Porträtbüstcn in natürlicher undkolossaler Größe, sind seine Hauptarbeitendie Statuen von Edward Bates (1876 inSt. Louis), von Fitz-Greene Halleck (ent-hüllt 1877 in New Pork), die kolossaleNciterstatue des Generals Nathaniel Lyon(1878, Bronze) und die neueste, wohl kaumvollendete des Generals Custcr. Er malteauch in Öl Porträte und Landschaftenund schrieb kunstwissenschaftliche Aufsätzeüber amerikanische Künstler und über dieAnatomie des menschlichen Körpers.

Machart! (spr.maMhri, Jules Louis,franz. Porträt- und Historienmaler, geb.1839 zu Sampans (Jura), war Schülervon Picot und Signol, besuchte die Üoololies dsaux-arts und trug 1865 dengroßen römischen Preis davon. Zu seinen

Mac Whirtcr.

namhaftesten Bildern sehr verschiedenenWerts gehören die aus Rom gesandtenPorträte von Tony Robcrt-Fleury (1867)und Lenepveu (1869) und Angelika an denFelsen geschmiedet sowie die nach seinerRückkehr entstandenen: Narcissus und dieQuelle, Selene, Amor und Psyche, Durch-gang der Venus durch die Sonne (1877),die heil. Cäcilie und mehrere Porträte.1878 wurde er Ritter der Ehrenlegion.

Machold, 1) Ernst, Bildhauer, geb.1814 zu Koburg, erhielt seine erste künst-lerische Ausbildung in Bamberg, dann1832—35 unter dem Bildhauer Döll inGotha, beteiligte sich 1835—37 bei derRestauration des Doms in Bamberg, ar-beitete ein Jahr bei Schwanthaler inMünchen und 1838—40 unter Heide-lofs bei den Bildhauer- und Bildschnitzer-arbeiten der Feste Koburg. Durch letztemkam er nach Württemberg, wo er zahl-reiche Restaurationsarbeitcn in Kirchenund neue Dekorationsarbeiten für die St.Paulskirche in Eßlingen, für die Schloß-kapelle in Stuttgart und eine Brunnen-statue-für Besigheim ausführte.

2) Joseph, Historienmaler, geb. 1824zu Benisch (Österreichisch-Schlesien), ge-langte erst nach einem sturmbewegtenKriegsleben zur Kunst, wurde Schüler derAkademie in Wien und später Professoran der Militärakademie zu Wiener-Neu-stadt. Er ist eine scharf ausgeprägte, reichbegabte Künstlernatur, dessen lebhaftePhantasie bisweilen Regel und Maß über-schreitet. ErverfcrtigtemhthologischeKom-positioncn zu Prachtschüsseln aus demMythus des Bacchus, der Ceres und derVenus, malte mehrere Aquarelle und rwcigroße Ölbilder aus Ariosts »RasendemRoland«.

Mac Whirtcr lß-r. inÄ.worrt'r), John,schott. Landschaftsmaler, geb. 27. März1839 zu Colinton bei Edinburg, besuchtedie dortige Akademie, wo er sich gleich an-fangs der Landschaft widmete, lim dieNatur gründlich kennen zu lernen undüberall botanische Studien zu machen, be-reiste er Norwegen, Belgien, Tirol undItalien. Seine Bilder, die besonders imBaumschlag und in der poetischen Stim-mung ausgezeichnet sind, fanden so viel