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Jacob —
dellicrte Bildwerke nach dem Leben wieidealen Inhalts und wurde 1860 miteiner Statue des Nordpolfahrers Kaue be-auftragt, zu deren Marmorausfiihrunger sich wieder nach Florenz begab, wo erseinen Wohnsitz nahm. Eins seiner dortentstandenen Hauptwerke ist die Gruppeder Eva mit dein Leichnam Abels (1862),dann folgten: eine Statue des Herbstes,ein bogenspannender Amor, Amor aufdem Schwan, zahlreiche Porträtbiisten undMedaillons, unter denen besonders der oftwiederholte Morgenglanz gerühmt wird.1867 besuchte er New Jork und wurdeauch dort mit verschiedenen Arbeiten be-auftragt. Unter seinen später» wieder inFlorenz entstandenen Werken sind die be-deutendsten: ein lesendes Mädchen, dieStatue: Musidora (in Wien 1873), dasKriegerdenkmal in Lyon (Massachusetts),cm Hylas (1875) und die lebensvolleMarmorgruppe eines Hirtenknaben in denAbruzzen mitsciner Ziege. In den letztenJahren war er mit einer andern Gruppe,Eva und Abel, beschäftigt, die seinMcister-wcrk zu werden scheint.
Jacob, Julius, Historien- und Por-trätmaler, geb. 25. April 1811 zu Ber-lin, erhielt, nachdem er kurze Zeit denUnterricht Wachs genossen und in Düs-seldorf sich anfgchalten hatte, seine eigent-liche Ausbildung in Paris unter Dela-rochc. Von mehreren Studienreisen, dieer infast allen Ländern Europas, in Nord-afrika und Kleinasien machte, brachte ereine Fülle von landschaftlichen Studienund außerdem über 300 Kopien von Kö-pfen nach Bildern verschiedener Gallerienheim. Nachdem er in Düsseldorf mehrereFrachtstücke gemalt hatte, widmete er sichin Paris von 1844 an vorzugsweise derHistorie und stellte mehrere Bilder ansder Geschichte Ludwigs des Heiligen aus,infolge deren er mit einigen Malereienin Versailles beauftragt wurde. Sie ka-men aber nicht zur Ausführung, weil einegrößere Porträtbcftcllung ihn nach Lon-don rief, wo seine Bilder so beliebt wur-den, daß er, mit Aufträgen überhäuft, elfJahre dort blieb. Dann machte er aber-mals Reisen nach dem Süden und nachWien, wo er auf Veranlassung Rahls
Jacoby.
ebenfalls eine Menge fürstlicher Persön-lichkeiten malte. Erst der Krieg von 1866bewog ihn zur Rückkehr in die Heimat.Er ist Inhaber mehrerer Medaillen derAusstellungeninParis, Lyon undRoncn.
Jacobscn, Sophus, Landschaftsma-ler, geb. 7. Sept. 1833 zu Frcderikshald(Norwegen), war 1853—55 Schüler vonGude in Düsseldorf und bereiste dann be-hufs landschaftlicher Studien Norwegen,Italien und Deutschland. Sein Haupt-fach sind Winter- und Mondscheinland-schaften, die er mit großer Naturwahr-heit und ansprechendem Kolorit ausführt,z. B.: Partie aus der Eifel (1861), Mond-schein an der Küste von Norwegen (1867),Mondschein in Venedig, Herbstlandschaft(Nationalgallerie in Christian!«), Lapp-länder auf der Rennticrjagd (mit Tide-mand) und andre nur »Winterlandschast«oder »Mondschein« betitelte.
Jacobsthal, Johann Eduard, Archi-tekt, geb. 17. Sept. 1839 zu Preuß.-Star-gard, besuchte die Kunstschule in Danzig,die Bauakademie in Berlin und arbeitetedann im Atelier Stiilers. Seine Haupt-studienreisen gingen 1864nach Frankreichund Italien, 1872 nach Dänemark, 1874nach England und 1875 abermals nachItalien bis Sicilien. 1866 machte er inBerlin sein Baumeistcreramen, war 1870und 1871 am Siegesdenkmal von Strackbeschäftigt, 1868—72 Lehrer am DeutschenGewerbcmnscnm und 1870—76 Lehreran der Kunstschule. Seine Hanptbautensind: derBahnhof in Metz (1874—77, pu-bliziert in »Deutsche Bauzeitung« 1879),kleinere Bahnhöfe in Elsaß-Lothringenund das noch im Bau begriffene Bahn-hofsgebäude in Straßburg. BesonderesVerdienst erwarb er sich durch Einführungeines methodischen Ornamentzeichenunter-richts, als dessen Resultat er eine »Gram-matik der Ornamente« (140 Wandtafelnmit Tert, 2. Aufl. 1879) herausgab, fürdie er die Medaille der Ausstellung in Phi-ladelphia erhielt.
Jacoby, 1) Louis, Kupferstecher, ge-boren 7. Juni 1828 zu Havelbcrg, er-lernte seine Kunst unter Mandel in Ber-lin und brachte eine Reihe von trefflichenStiche» teils in Karton-, teils in Linien-