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Cabat — Cain.
Triumph der Flora als ovales Dcckenbildfür einen Plafond im Louvre, von großerSchönheit in den Formen, aber ohnegroße Phantasie und Empfindung. Auchder 1870 ausgestellte Tod der Francescada Nimini und des Paolo Malatesta(Museum des Lurembourg) zeigte bei allerSorgfalt der Ausführung doch eine allzutheatralische Komposition. Als Porträt-maler ist er weniger in der Männerweltbeliebt (Porträt Napoleons III. und desMinisters Rouher) als in der Welt derFrauen, die er mit Feinheit und Graziewiederzugcben weiß. 1855 erhielt er dasRitter- und 1864 das Offizierkreuz derEhrenlegion. 1863 wurde er Mitglieddes Institut de France.
Cab atlspr.kabäh), Nicolas Louis, franz.Landschaftsmaler, geb. 24. Dez. 1812 zuParis, der erste unter den Begründern dernaturalistischen Stimmungslandschaft inFrankreich (vgl. Dupre), der in den 30erJahren dieserRichtungdie Bahnbrach. Ernahm als Schüler von Flers die Motiveseiner Bilder zunächst aus der ihn umge-benden heimischen Natur, suchte das Ein-zelne in Form und Ton treu wiederzugebenund doch dabei die über das Ganze aus-gcbreitcte Stimmung zu treffen. SeineZeichnung ist fest und sicher, sein Kolorittief und gesättigt, namentlich in der Luftund in dem frischen Grün der Wälder;aber die Wirkung ist oft nur mit Müheerreicht. Dieser Art sind: der Teich zuBille d'Avray (1834) und der Herbstabend(beide im Museum des Lurembourg),ebenso ein Wintertag f1836), der En-tenteich, das Wirtshaus von Montsou-ris und das Blachfeld von Arques. Ge-gen das Ende der 30er Jahre ging er nachItalien, wo er insofern seine Anschauungänderte, als er mit seiner frühem Arteine idealisierende Richtung zu verbindensuchte, was ihm freilich nicht immer ge-lang; bisweilen fügte er auch eine biblischeStaffage hinzu. Zu diesen Bildern deritalienischen Zeit gehören: eine Straße imThal von Narni, der junge Tobias undder Engel, der See von Nenn, die Jüngerzu Emmaus u. a. Endlich kehrte er um1860 zu seiner ersten Weise zurück undbrachte z.B.: dieUferderSeinebeiCroissy,
eine Quelle im Wald (1864), von tiefer,wahrer Empfindung, das Gehölz vonChanteloube (Berry), stürmisches Wet-ter rc. 1843 wurde er Ritter und 1855Offizier der Ehrenlegion.
Cabuzcl lfpr.tMM), Auguste Hector,franz. Genrcmaler, geb. 1836 zu Brayfür Somme, wurde in Paris Schüler derLooks ckss tzsuux-urts und der MalerHorace Vernet, Pils, Cogniet undToul-mouche. Unter seinen Bildern von sehrkorrekter Zeichnung und Modellierung,äußerst gewandter Bewegung der Figurenund trefflicher Ausführung der Detailssind zu nennen: der Herbst (1874) undder Besuch im Louvre (1875).
Caille lfpr. kaj), Leon, franz. Genre-malcr, geb. 18. Mai 1836 zu Merville(Nord), wurde in Paris Schüler vonCogniet, malt sehr anmutige, sorgfältigausgeführte Genrebilder aus dem Volks-leben, z. B.: die Rückkehr des Solda-ten (1861), die Lehrstunde, der Gangzur Schule, die Suppe, Familienfreu-den u. a. Manche seiner Bilder wurdendurch Goupil vervielfältigt und sehr po-pulär in Frankreich.
Caille lfpr. !aje), Jules Michel,franz. Bildhauer, geb. 27. März 1836zu Nantes, Schüler von Duret undGnillaume, debütierte mit großem Erfolg1863 mit der nachher in Marmor aus-geführten Statue des Aristäus, der denTod seiner Bienen beweint (nach Servius'Kommentar zu Virgil), und brachte seit-dem mehrere ideale und allegorische Bild-werke von edler Auffassung und sorgfäl-tiger Ausführung, z. B.: Bacchantin miteinem Panther spielend (in Marmor1870und in Bronze 1875), Statue des Kain(in Marmor 1876), Statue der Elegie(1878), die VereinigtenStaaten von Nord-amerika, Modell einer Statue Voltaires(1878) und einige Porträtbüsten.
Cain (fpr. läng), Auguste Nicolas,einer der Hauptvertreter der Tierplastikin Frankreich, geb. 4.Nov. 1822 zu Paris,war anfangs Tischler und kam dadurchzur Holzschnitzerei, wurde dann Schülervon Rüde (1855) und Guionnet und be-gann schon damals mit der Bildnerei derTiere, worin er es bald zu großer Meister-