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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
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Die NeichstagSsession von 1884/85.

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Der gegenwärtige Vertrag soll ratifiziert, und dieRatifikationen ansgemechselt werden. (Bravo! rechts.)

Es war nicht meine Absicht, in die Diskussion gegen-wärtig einzugreifen, da es mir schwer sein würde, etwaszu sagen, was nicht ich oder andre Vertreter dieser Zöllenicht schon einmal, sondern häufig gesagt haben, und daich es auch nicht für meine Pflicht halte, die Gegengründezu widerlegen, die bereits widerlegt sind. Es war nichtmeine Absicht, in die Diskussion einzugreifen; aber da dasgestern eingetretene Novum auf Ihre Abstimmung dochvielleicht nicht ohne Einwirkung bleiben wird, so habe ichfür meine Pflicht gehalten, Ihnen schon jetzt während derDiskussion, und bevor die Vorlage hier hat eintreffenkönnen, Mitteilung von deren Inhalt zu machen. (Leb-haftes Bravo.)

In die Diskussion selber einzugreifen, bestimmte den Reichs-kanzler weiterhin weniger eins lebhafte Rede des SozialdemokratenStolle voll mannigfacher Angriffe auf die Kornzollpolitik, als viel-mehr die von dem wölfischen Abgeordneten von der Decken in ge-messenem Tone gegebene Darlegung der Gründe, aus denen seine„deutschhannoversche" Partei der Zollerhöhung ebenfalls entgegen-treten müsse. Der Redner bekannte sich als einen Freund der Land-wirtschaft, der man jedoch lieber durch Aufhebung der Doppelbesteue-rung aus der Not helfen solle. Die Zollerhöhung dagegen werdeentweder bloß die Finanzen bessern, also das parlamentarische Steuer-bewilligungsrecht schmälern, oder die Brotpreise steigern und dadurchdie Sozialdemokratie fördern. Dies zu vermeiden hätten gerade dieGroßgrundbesitzer Anlaß — „wir großen Grundbesitzer aus Hannover,die wir uns mit dem größeren Teil des hannoverschen Volkes in derBeurteilung des Jahres 1866 und in dem Bestreben nach Wieder-herstellung des Königreichs Hannover eins wissen". Hierdurch fühltesich Fürst Bismarck zur Erwiderung herausgefordert. Der „Huene-sche Antrag im preußischen Landtag", dessen er im folgenden gedenkt!ist dis sogenannte „üsx Huene", ein Verwendungsgesetz, welchesbestimmte, daß die aus den erhöhten Getreide- und Viehzöllen dem