Uonvort Ml vierzehnten Knnd.
Icr vorliegende Band umfaßt nur eine einzigeReichstagssession, in der jedoch die parlamentarische Be-redsamkeit des Fürsten Bismarck zu einer besonders mäch-tigen Entfaltung gelaugte. Es galt, die Grundlageneiner deutschen Kolonialpolitik zu schassen und zu be-festigen gegenüber einer Opposition, die in leidenschaftlichsterVerblendung kein Bedenken trug, den: Schöpfer derWeltstellung des Reichs sogar auf dem Gebiete seinereigensten genialen Thätigkeit die unentbehrlichen Mittelzu bestreiten: der Versuch, die Erhaltung und Verunehrungder Arbeitskräfte in: Auswärtigen Amte zu verhindern,wird für alle Zeit ii: traurigen: Sinne unvergeßlich blei-ben. Desto Heller leuchtend hebt sich indes von diesen:dunklen Hintergründe die Offenbarung der großen natio-nalen Empfindungen und Gedanken ab: die Klage umden so rasch vergangenen deutschen „Völkerfrühling",die Hoffnung auf eine reinere Zukunft, das Vertrauenauf die Jugend. Nichts meisterhafter sodann, als diefeine und vornehme Weise, in der die Formlosigkeit wiedie Mißgunst der englischen Politik zurück- und zurecht-gewieseu werden. Auf den: Felde der wirtschaftliche::und der sozialen Reform dauern und wachsen die alten