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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
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Dir Rrichskagssessrvn von 1884/86.

1. Frei Karten und Diäten; der Parteikampf nm dieHerrschaft.

26 . November Z 884 .

Der Reichstag der fünften Legislaturperiode hatte mit demSommer 1884 sein Ziel erreicht. Am 28. Oktober fanden Neuwahlenstatt, welche Mitte November durch eine ungewöhnlich große Anzahlvon Stichwahlen ergänzt wurden. Ihr Ergebnis war wenig erfreu-lich. Schon im vorigen Reichstage von 188184 hatte es an einerständigen Mehrheit für die Regierung gefehlt: Konservative, Zentrumund Liberale standen einander in drei großen Gruppen gegenüber.Dasselbe Verhältnis zeigte sich jetzt in etwas veränderter und zugleichverschärfter Weise. Der Uebertritt des linken, durch die Wirtschafts-politik des Reichskanzlers verstimmten Flügels der Nationalliberalenzur Fortschrittspartei, dis seit dieser Verschmelzung mit den sogen.Sezessionisten sich den Namen der Deutschfreisinnigen beigelegt, be-wirkte nicht die Vereinigung, aber doch einen gewissen Anschluß derübrig gebliebenen Nationalliberalen an die Fraktionen der Konserva-tiven. Beide zusammen, in der Regel zur Unterstützung der Regie-rung bereit, geboten indessen nur über zwei Fünftel der gesamtenStimmen (154). Unter den übrigen drei Fünfteln stand das Zen-trum nebst seinen welfischen Hospitanten mit 109 Stimmen obenan;es folgten die Deutschfreisinnigen mit 63, die stark angewachsenenSozialdemokraten mit 24 Stimmen, sodann in kleineren Abteilungendie übrigen verneinenden Elemente, Polen, Elsässer u. s. w. DasZentrum hatte somit für jeden Fall die Entscheidung in der Hand;nach welcher Seite hin es dieselbe zu geben gesonnen war, ließ sich