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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
445
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Die Mehrzahl der Arbeiter hat Sonntagsruhe. g-ttz

satz berechnet haben, da ist ohne Widerspruch als im all-gemeinen gültige Regel anerkannt worden, daß der Lohn-tage im ganzen nur 300 im Jahre wären. Es ist alsodamals unbestritten von der Annahme ansgegangen, daßdie meisten Arbeiter ihre Sonntagsruhe jetzt schon haben.Es handelt sich also hier nicht etwa um alle Arbeiter, umden gesamten Arbeiterstand, für den der Herr Vorrednereben zu sprechen meinte, sondern nur um den bedauer-lichen Teil desselben, der bisher der Sonntagsruhe ent-behrt. Da es eben die Minderzahl ist, so ist vermögeder Freizügigkeit jedermann in der Lage, sich diesem Drucke,der vorzugsweise schärfer wäre, wenn er nicht durch andreVorteile ausgewogen würde, zu entziehen.

Es wäre mir lieber gewesen, wenn der Herr Vor-redner seine Meinung wenigstens darüber klar aus-gesprochen hätte — aber er hat sich wohl gehütet, es zuthnn —, wer den Ausfall von einen: Siebentel, von14 Prozent tragen soll. Hätte er gesagt: wir, im Namender Arbeiter sprechend, sind bereit, dieses eine Siebentelunsres Jahreslohns zu entbehren für den Vorteil, daßmir dafür den freien Sonntag Habei:, — gut, das wäreeine Stimme, die von seiten der Arbeiter in der Richtunggesprochen hätte. Die Regierung würde freilich das Be-dürfnis gehabt haben, außer dem Herrn Vorredner dochauch noch andre zu hören. Oder Hütte er auf der andernSeite gesagt: es ist eine Forderung der natürlichen Ge-rechtigkeit, daß die Unternehmer diesen Ausfall trage::,daß sie jeden: Arbeiter für die sechs Tage, die er nachhernoch arbeitet, den Lohn, den er bisher an: siebenten Tagebekam, zulegen, daß sie also bei einen: Lohnsatz von14 Silbergroschen, will ich einmal sagen, den Wochenlohnauf 16 Silbergroschen erhöhen, wobei sie daraus rechnen.