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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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Die NeichAaMcssion von 1884/85.

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wären als die Deutschen. Ich glaube, daß namentlichauch die katholischen Mitunterzeichner des Antrags nichtzugeben würden, daß England uns in der Bethätigungdes Christentums irgendwie überlegen ist. Schon damit,daß ich diese Frage stelle, die jeder sich in seinem Herzenbeantworten möge, werde ich dem Herrn Vorredner be-weisen, daß er die Wirkungen, die vorhanden sind, falschenUrsachen zuschreibt und den Ursachen Wirkungen, die sienicht haben. Wenn in England die Sonntagsruhe nichtüblich wäre, wenn es dort bisher so gegangen wäre wiebei uns heute, — ob dann irgend eine Regierung starkgenug wäre oder ein Parlament, um sie heute zu er-zwingen, das ist mir sehr fraglich. Die Sitte thut darinviel mehr als der Zwang, und ich hoffe und wünsche, daßwir mit der Sitte so weit kommen, wie denn doch dieSitte bei uns darin schon sehr mächtig ist. Es ist fürden Landwirt beispielsweise eine sehr große Versuchung,wenn in der Erntezeit bei beinahe trockenem GetreideWolken am Himmel stehen, am Sonntag arbeiten-undeinfahren zu lassen; ja selbst die Arbeiter haben sovielPassion für das Geschäft, daß sie häufig dazu drängen.Aber ich kenne doch nur wenig größere Besitzer, die esgestatteten, oder die den Leuten — wenigstens in meinerGegend — ihre Sonntagsruhe verderben, mag darüberdie Ernte verregnen oder nicht. Man trägt es in Ruheund stellt dem lieben Gott das weitere anheim. Daszeigt, wie mächtig die Sitte darin ist. Ich muß sagen,ich habe von dem englischen Sonntag, wenn ich in Eng-land gewesen bin, immer einen peinlichen und unbehag-lichen Eindruck gehabt, (sehr wahr!) ich bin froh gewesen,wenn er vorbei war; ob es den Engländern auch so ging —bei manchen muß ich es wenigstens glauben, denn sie be-