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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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440
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Die Neichstagssession von 1884/85.

Sonntags von Arbeit, für die Sonntagsruhe alles gesagthat, was sich dafür sagen läßt. Aber über die Art, wiedie Schwierigkeiten, die der praktischen Ausführung seinerWünsche entgegenstehen, zu überwinden seien, darüber hater uns nicht um ein Haar breit klüger gemacht, als wirvorher waren. Er hat auch nicht versucht, darüber eineAndeutung zu machen; er hat auch seinerseits keine Er-fahrung zur Verfügung, die andern eine Beruhigung überdie wahrscheinliche praktische Wirkung eines solchen Ge-setzes gewähren könnte. Diese Schwierigkeiten, die sichdem entgegenstellen, den Sonntag für die Arbeit absolutund zwangsweise zu entbehren, sind ja ganz genau die-selben, als der Festsetzung eines annehmbaren und nichtallzu ermüdenden mäßigen Arbeitstages im Wege stehen.Finden Sie das Geheimnis mit dem Sonntag, dann werdenmir auch das mit dem Arbeitstag finden, daß wir, ohne dieIndustrie und ohne den Arbeiter selbst durch Schwächung

der Industrie, von der er lebt, zu schädigen, auch den

Arbeitstag limitieren können in der Weise, wie es in vielweiteren Kreisen unter den Arbeitern selbst wenigstens ge-wünscht wird.

Der Herr Vorredner sagt, das wichtigste von allem,was für den Arbeiter geschehen könnte, sei die Sonntags-ruhe. Ich halte das für sehr wichtig, für in hohem Gradewünschenswert, für ein glänzendes Ziel, wenn man es er-reichen kann. Aber ich halte die billig und schonend be-

messene Dauer des Arbeitstages doch noch für viel wichtiger.Fragen Sie den Arbeiter, was er lieber will: ob er lieberSonntagsruhe haben will auf die Gefahr hin, an denübrigen sechs Wochentagen das einarbciten zu müssen, waser am Sonntag nicht gemacht hat, oder ob er lieber einenfesten, mäßigen Arbeitstag wünscht, so daß er au jedem