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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
65
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Licht- und Schattenseiten des Zentrums.

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sein wird: da kann ich mich nnn von der Befürchtungnicht ganz frei machen, daß ein konfessicmell gemischtesStaatswesen deutscher Nation, welches mit Ausschließlich-keit oder Unentbehrlichkeit ans die Unterstützung desZentrums und der römischen Kurie angewiesen wäre, aufdie Dauer nicht haltbar ist, daß ein solches Staatswesennur dann haltbar ist, wenn es zeitweise auch in die Lagekommt, der Unterstützung, die ihm von der römischenGeistlichkeit gewährt wird, vorübergehend entbehren zukönnen. (Sehr gut! rechts.)

Ich bin sehr weit entfernt, vielleicht weiter, als Sieglauben, von der Neigung, dem Zentrum entgegenzutreten.Die Partei hat vieles an sich, was mich im Vergleich mitden andern im hohen Grade anzieht und besticht. Siehat eine sehr strenge Disziplin (Heiterkeit), sie hat einebestimmte Führung in einer bestimmten Person, sie hatmonarchische Einrichtungen in sich; sie ist weder eine ari-stokratische noch eine demokratische Republik. Viele ihrerGrundsätze sind mir vollständig sympathisch, und ich teilesie. Man kann mit ihr rechnen; sie hat für mich nurdie Gefahr: man kann sich mit ihr nicht einlassen, ohnesich dem Geist, der in ihr lebt, mit Leib und Seele zuverschreiben; man wird auf die Dauer davon erfaßt, undes kommt immer wieder der Moment, wo es heißt: willstdu jetzt fechten, oder willst du weiter mit mir gehen?Das ist die Perspektive, die ich fürchte; — es mag Mangelan Mut sein (Heiterkeit rechts), aber ich kann mich davonauf Kosten des Reichs nicht vollständig losreißen. Wennman — nicht mit dem Papst, sondern mit einer dauern-den inländischen Vertretung des Katholizismus ein „bishierher und nicht weiter" abschließen könnte, gewissermaßenein der preußischen Gesetzgebung unterworfen bleibendes

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