i',,1 Die :>ieichstaggsession von 1884/85.
dauerhaft rechnen kann, um die Wechsel des Systems,nach dem regiert wird, glücklich zu vermeiden, soviel anihr liegt. Bei diesem Streben, sich eine Majorität zuschaffen, kann sie sich verschiedene Kombinationen denken.Wenn es möglich wäre, eine Majorität zu bilden, welchedie konservative Partei, das Zentrum und die National-liberalen umfaßt, so wäre das ja eine schöne Sache, dannwäre die konstante Majorität gegeben. Ich appelliere aberan Ihr eigenes Urteil: sind unter diesen Elementen nichtsolche, die untereinander inkompatibel sind, d«e es absolutablehnen, in einer gemeinsam die Regierung unterstützen-den oder führenden Majorität zusammenzubleiben? Ichglaube nicht, daß das möglich ist, die Zentrumspartei mitden Nationalliberalen, ja vielleicht kaum mit den Frei-konservativen, in dieser Weise zu verschmelzen; es ist viel-leicht möglich mit den Deutschkonservativen, das weiß ichnicht — die sind ja für das Zentrum von einer großenHingebung beseelt, aber ob das dauernd ist? — wir habenauch schon recht heftige Scharmützel erlebt, und Wortesind gefallen, die sich ehemalige Freunde, die es noch ein-mal wieder werden wollen, öffentlich kaum sagen solltenoder nicht zu sagen pflegen. Also ich weiß nicht, ob dasmöglich ist. Ich will aber einmal annehmen, es ginge,und die Regierung wollte ihr System auf eine Unterstützungdurch die Konservativen und durch das Zentrum dauerndeinrichten, so würde sie das nicht können, ohne darauf zurechnen, daß die Unterstützung des Zentrums, an die siesich nun anlehnt, und um deretwillen sie andre Freunde,die bereit wären, sie zu unterstützen, nur nicht in Gemein-schaft mit dem Zentrum, von sich stößt — daß dieseUnterstützung auch eine dauernde und die ersten Bedingun-gen des Zusammengehens, den statu« ciuo, festhaltende