Die Nnchslngssesiw» von 1^84/85.
mi das Jahr 1868, zur Zeit der damaligen polnischenBewegung, als ein Vertrag zwischen Preußen und Ruß-land geschlossen wurde, der bekannt war unter dem Namen„Seeschlange", zur Zeit, wo die Herren Grabow undBehrend Präsidenten des Abgeordnetenhauses waren, dawar die Bewegung außerordentlich mächtig, und sie wurdehier in Berlin unterstützt von einer sehr lebhaften, ja, ichkann fast sagen, drohenden Jnterzession derjenigen Mächte,welche für Polen gegen Rußland Partei nahmen. Wirhatten außer von Rußland in der damaligen Lage gegen-über dem gesamten übrigen Europa, welches in Gestaltseiner mich fast täglich besuchenden Botschafter fast drohendauf mich einwirkte, im Kriegsfall kaum Beistand zu er-warten; und wenn es zum Kriege gekommen wäre, wiees damals im Wunsche der russischen Regierung — nichtder preußischen — lag, so wäre es sehr ins Gewicht ge-fallen, ob die preußische Regierung in ihren polnischenLändern vollständig Herr und zwar auch dann Herr ge-wesen märe, wenn sie mit Oesterreich nicht einig gewesenwäre. Wenn Sie sich die damalige Situation vergegen-wärtigen : ist einer unter Ihnen — ich bin es ganz gewißnicht — der 1868 die Situation vorhergesehen hat, inder wir 1870 waren, die Ereignisse, die inzwischen ein-traten, der Jahre 1864, 1866? hat das einer voraus-gcsehen? Ich führe das nur an, um Ihnen zu beweisen,wie wenig man in der Politik auf die Zukunft, die manaugenblicklich übersieht, und die kaum über 24 Stundenreicht, rechnen darf. Wir können ebenso, wie wir damalsdurch mehrere glückliche Kriege in eine ganz neue undglänzendere Lage gekommen sind, durch einen oder mehrereunglückliche Kriege — ich hoffe, wir sind davor bewahrt —in eine Lage kommen, wo wir die Anstrengung aller Kräfte