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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
59
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Dor Kl'„i,d des Antrags Windthorst ei» Rätsel. ',p

zum Entgegeukommen geneigte Reichsregierung kaum eineandre Erklärung.

Ob die große Majorität dieses Hauses — ich glaubenicht, daß sie unter dem Druck des bestehenden Gesetzessich erzeugt haben kann, — ob die Herren, non denendamals das Zentrum in seiner Taktik unterstützt wordenist, und die sollst gewohnheitsmäßig die Regierung unter-stützeil, gerade in Kenntnis dieses Gesetzes und mit derUeberzeugnilg, daß es mit Mißbrauch oder Härte ange-wendet worden wäre, die Sache unterstützt habeil, ist mirsehr zweifelhaft. Ich glaube, daß damals die große Majo-rität sich zusammengefunden hat, weil andre Fraktionellbei den bevorstehendeil Wahleil die Unterstützung der An-tragsteller erwarteten, daß diesem Anträge zugestimmtworden ist in der Hoffnung, das Zentrum würde für dieandern stimmen und seine in der Diaspora lebendeil Mit-glieder oder Wähler, die es selbst nicht brauchte, dem einenoder andern zur Verfügung stelleil.

Nun, diese Rechnung hat, glaube ich, einige derer,die sie ausgestellt haben könnten, vollständig getäuscht. DieFortschrittspartei, oder, wie sie sich selbst nennt, die deutsch-freisinnige Partei hat ja erheblichen Vorteil von dem Hof,den sie dem Zentrum gemacht hat.. Inwieweit das bei

den Konservativen der Fall ist, weiß ich nicht, aber ich

gebe mich der Hoffnung hin, daß, wenn dieser Grund,für einen solchen Antrag zu stimmen, hellte wegfällt, dawir eben Neuwahlen gehabt habeil und niemand weiß,

was bei den nächsten geschieht, die Herren, welche das

vorige Mal dafür gestimnit haben, ohne objektiv und sach-lich voll der Notwendigkeit ihrer Abstimmung überzeugtzu sein, welche lediglich die Demonstration mitgeniachthaben, sich darauf beschränken werden, kundzugeben, nicht