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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
58
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5.8

Die NsichZtaMessicm von 1884/8.V

Sturmpetition gegen den Bundesrat: er soll dieses Gesetz --außer Kraft setzen. Nachdem der Bnndesrat von seinem ^

Recht Gebrauch gemacht hat, diesem Anträge die Zustim- s.

mnng zu versagen, wird drei Wochen darauf der Antragerneuert. Ist das etwas andres — als daß Sie im !

Namen der Reichstagsmajorität, ich möchte sagen, eine j

Art von Geßlerschem Hut vor dem Bnndesrat aufrichten, s

den er grüßen soll? Eine andre Wirkung und einenandern Zweck kann der Antrag nicht haben, als die ver- j!bündeten Regierungen zu demütigen. (Sehr wahr! rechts.) sDas wird Ihnen nicht gelingen, meine Herren! ^

Aber warum Sie diesen — um mich in der Weise (

des Herrn von Schorlemer auszudrücken — Schlag ins !

Gesicht der verbündeten Regierungen überhaupt geführt !

haben, das ist mir heute noch ein Rätsel. Ich hatte ge- (

glaubt, Sie suchten die Verständigung mit den verbün-deten Regierungen, wenn ich auch bei verschiedenen Ge- s-legenheiten dadurch irre geworden bin, daß in Momenten, s-wo ich glaubte, der Verständigung in Rom nahe zu sein,stets hier in Deutschland irgend eine stürmische Bewegung, (s

eine Pression in Gang kam, ein Streit entstand, und ^

wenn er mit meiner Person auch nur über häusliche Be- !?(Ziehungen gesucht wurde (hört! hört! rechts), — der uns ff-für den Augenblick die Verständigung unmöglich machte, ^die Hoffnung ans eure Verständigung mit Rom stets wiedertäuschte. Es ist das eine eigentümliche Erscheinung, diemich irre gemacht hat in manchen Beziehungen, ob nichthier in Deutschland irgend einflußreiche Kräfte thätig seinkönnten, die das Bedürfnis haben, daß der Kampf fort- Dgesetzt werde, und daß die Verständigung mit Rom miß- Alinge; ich weiß es nicht (jawohl ! rechts), aber jedenfallshat dieser Stnrmlanf für eine zur Verständigung und

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