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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
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Die NeickMtigssesswn von 1884/85.

Reichstag gebraucht hat. Er hat, wenn ich recht unter-richtet bin, von einer Mißachtung des Reichstags gesprochen.Die Mißachtung ist hier ganz ans Ihrer Seite, meineHerrei:, indem Sie den Antrag wieder stellen, mit den:Sie ii: väterlicher Milde den: Bnndesrat Gelegenheit gebenwollen, von seinen: übereilten Beschlüsse noch zurückzu-kommen. Es ist das ein Maß voi: Geringschätzung, dasder Bnndesrat den: Reichstag gegenüber sich niemals er-lauben würde. Wein: Sie sich das Maß davon klarmachen wollen, so denken Sie nur, daß die verbündetenRegierungen Ihnen eine Vorlage — ich nehme an, eineSteuervorlage — geinacht hätten, Sie lehnen sie ab nachsorgfältiger Erwägung, und acht Tage darauf wird die-selbe Stenervorlage hier eingebracht, als hätten Sie dieerste gar nicht abgelehnt. Wein: das nicht eine Miß-achtung des Reichstags wäre, dann weiß ich nicht, wasman so bezeichnen soll. Nun stehen aber in dieser Be-ziehung sich die beiden Faktoren der Gesetzgebung voll-kommen gleich, und ich halte es nicht für nützlich undauch nicht für eine Anerkennung dieser Gleichheit, wennSie jetzt den Versuch machen, durch wiederholte massen-hafte Mehrheitsdemonstrationen die verbündeten Regierungengewissermaßen einzuschüchtern, eine Pression ans sie zuüben, damit sie wohlerwogene Beschlüsse, drei Wochennachdem sie gefaßt sind, znrücknehmen. Sie würden da-durch die verbündeten Regierungen in die Lage bringen,ihrerseits an dem Ansehen, dessen sie sich bisher in derOeffentlichkeit erfreut haben, merklich einznbüßen, und ichweiß nicht, ob es im Interesse der Antragsteller liegenkann, das Ansehen der verbündeten Regierungen durch einsolches Wiedervorsetzen eines von ihnen verschmähten Ge-richts unter Pression zu nehmen.