Bnmbcrgers possilinstischo Auffnssunc,.
51
Nation nach außen hin zum Ausdruck zu bringen;man hat namentlich geglaubt — und das wird wahr-scheinlich die Motivierung der damaligen Vorlage, derenDiskussion mir nicht erinnerlich ist, bestätigen — manhat namentlich geglaubt, dem deutschen Handel nach undvon Italien eine außerordentliche Erleichterung durch dieseLinie zu gewähren. Militärische Rücksichten kann mannur auf Umwegen, vielleicht insofern anführen, daß unsin einem etwaigen Kriege mit andren Staaten andreLinien gesperrt sein könnten, und wir während des Kriegesunsren Handel auf der Gotthardbahn durch das neutraleSchweizer Gebiet führen können. Dieser Handel mitItalien während des Krieges hat indes nicht große Be-deutung, und um den allein hätten wir ganz gewiß nichtdamals 20 Millionen Mark geopfert.
Der Herr Abgeordnete hat ferner von der augen-blicklichen Hypertrophie und krankhaften Lage der Geschäftegesprochen; es wäre jetzt nicht der Moment, mit solchenVorlage» vorzugehen. Ich habe einmal dagegen einzu-wenden, daß, wenn Sie heute die Vorlage ablehnen, Siegeraume Zeit, glaube ich, zu warten haben werden, eheeine Regierung wieder eine ähnliche zu machen den Muthaben wird. Es ist auch ein erheblich abkühlender, erkäl-tender Einfluß auf unsre ganzen überseeischen Beziehungen,einschließlich der Kolonialpolitik, davon zu gewärtigen. Imübrigen aber schien mir aus den Aeußerungen des HerrnAbgeordneten nach dieser Richtung hin eine Art pessimistischerAuffassung hervorzuleuchten, die ich nicht teilen kann. Erschien, ich will nicht sagen, nach dem Satze, alles Beste-hende wird ruiniert werden, aber er schien doch zu ver-muten, daß vieles zu Grunde gehen könne, daß aus denRuinen neues Leben erst erblühen werde, und daß man