Die bloß neflntive Majorität.
einheitlichen Charakter, dann würde ja heute die Koalitionder Parteien, der die beiden Herren Vorredner aus deinZentrum und aus dem Fortschritt angehören, berufen sein,den Reichskanzler und Minister bei uns zu stellen, undwenn sie homogen wäre, eine dauernde Majorität, wäreich der erste, der dazu riete; die Parteien sind zwar beiden Wahlen zusammengegangen, aber ob sie im Ministe-rium Zusammengehen würden, ist mir noch zweifelhaft.Wenn ich darüber einige Sicherheit Hütte, mache ich michanheischig. Seiner Majestät den Vorschlag zu machen,Seine konstitutionelle Auffassung dadurch zu bethätigen,daß die Minorität von der Majorität abgelöst wird. Ichbefinde mich in der Minorität einer negativen Majoritätgegenüber, die nur in der Negation einig ist, aber nichtin dem ersten Schritt zu einen: Vorschläge nach vorwärts.Das ist die Hoffnungslosigkeit, über die ich klage, mit derich mich aber auch abfinden werde. Es sind nicht wir,die darunter leiden, und wenn das Land darunter leidet,so sind wir nicht schuld daran.
Der Abgeordnete hat gesagt, es sei meine Verpflich-tung und die Verpflichtung des Ministers, sich in Ein-klang mit den gesetzgebenden Körpern zu setzen, und ichhätte das früher gesagt. Ja, meine Herren, ich werdedas nur gesagt haben in derselben Richtung, ii: der ichgesagt habe: das konstitutionelle Leben besteht aus Kom-promisse,:. Es ist allerdings meine Verpflichtung, michnach Möglichkeit im Einklang mit den gesetzgebendenKörpern zu halten, es ist aber auch die Verpflichtungder gesetzgebenden Körper, sich nach Möglichkeit in Ein-klang mit den: Bundesrat zu setzen. Nur durch Überein-stimmung kann ein Fortschritt in unsrer Gesetzgebungentstehen. Der Abgeordnete Rickert ist also in: Unrecht,