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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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44 Dio Reichstagssession von 1884/85.

Ich möchte doch davon abmahnen, manchen Beschul-digungen mir gegenüber durch starke Stimme, durch Un-terstreichen, vielleicht durch fetten Druck besonder» Nach-druck zu geben. Der Herr Abgeordnete hat z. B. miteiner solchen Stimme, die ich mit fetter Schrift gleich-bedeutend finde, gesagt: wir lassen uns keine Vorschriftenmachen. Wo befinde ich mich denn nun in der Lage,dem Herrn Abgeordneten Vorschriften zu machen? Er hatmir gerade Vorschriften machen wollen, ich solle die Handbieten zu einer Verfassungsänderung. Gerade umgekehrtwäre ich im Recht, wenn ich sagte: ich lasse mir von demAbgeordneten Rickert nicht Vorschriften machen; da wirdaber der Spieß umgedreht, und mit dem Tone sittlicherEntrüstung behauptet: wir lassen uns von dem HerrnReichskanzler keine Vorschriften machen. Wird das an-gewandt auf den Fall, wo der Reichskanzler sich mit Müheund Not gegen die Majorität wehrt, die ihm als oiviuinprava indantiuin in meinem Sinne eine Verfassungs-änderung abfordert, — wo bleibe ich da als einer, derdem Abgeordneten Rickert Vorschriften macht, und wobleibt die Berechtigung, mit dem Tone sittlicher Entrüstunges mir gegenüber zu sagen? Das ist etwas, was derStaatsanwalt dem Verbrecher gegenüber beobachten kann,aber nicht ein Abgeordneter gegenüber dem Reichskanzler.

Der Abgeordnete hat ferner meine Worte einiger-maßen verschoben, indem er gesagt hat, ich hätte be-hauptet, die Majorität wäre republikanisch. Das ist einIrrtum, ein Gedächtnisfehler, das ist unrichtig; ich habevon der Majorität überhaupt nicht gesprochen, ich habevon der Art der Zusammensetzung gesprochen, aber ichhabe der Majorität einen einheitlichen Charakter überhauptnicht beigelegt. Das ist ja das Unglück; hätte sie einen