Im Kampf von Anfang bis zu Endo.
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Meinung unrichtig sei, sondern an der Herrschsucht desKanzlers, der keinen Widerspruch ertragen kann. Wennich keinen Widerspruch ertrüge — 23 Jahre stehe ich aufdieser Stelle —, müßte ich längst tot sein. Ich habe imWiderspruche, im Kampf von Anfang bis zu Eude gelebt,lind weun ich mich jedesmal der Majorität des Landtagsund des Reichstags hätte fügen wollen, wo wären wir?!(Bravo! rechts.)
Der Herr Vorredner sagte, er wolle nur, daß liberalregiert werde. Aber durch wen soll regiert werden? Dochdurch die Liberalen! Ich glaube, daß ich mich sehr liberal,viel liberaler, als es häufig deu konservativeu Parteienangenehm gewesen ist, in vielen Richtungen bethätigt habe.Was der Herr Vorredner versteht unter „liberal regiert",heißt doch nur „durch die liberale Partei regiert". Anderskann ich es nicht auslegen. Und, meine Herren, mitdieser Behauptung steht in Widerspruch, wem: er sagt,daß er nicht nach Herrschaft strebe. Ich habe kann: ge-glaubt, daß gegen diese einfache Behauptung von den:Hauptverfechter der parlamentarischen Regierung, von den:Herrn Abgeordneten Rickert, eine Ableugnung stattsindenwürde. Ich habe nicht geglaubt, daß er auf dem Bodendes si kooisti USAU stände; ich glaubte, er würde sich kühndazu bekennen: „Ja, ich strebe nach der Herrschaft, nachder Spitze, da will ich das Land regieren, auch dann,wenn der König nicht mit mir einverstanden ist, und dieWahl wäre, mich zu eutlassen oder nur Folge zu leisten;ich werde mich so einrichten oder einzurichten wünschen,daß er mich nicht entlassen kann, daß er nur also Folgeleisten muß." Das nenne ich nach der Herrschaft streben,und wenn der Abgeordnete Rickert in seinen Busen greift,wird das wohl das Ideal sein, was ihm vorschwebt.