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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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Die NcichZtdgssessioii von 1884/85.

sie paßt in meine staatsrechtliche Auffassung, und ich werdein meiner Auffassung über den König, die vollziehendeGewalt und erbliche Monarchie dieser die Freiheit zu be-wahren wissen, daß sie nicht wider Willen etwas zu thungezwungen wird. In diesem Sinne lasse ich mir von derMajorität nicht imponieren und werde diese Auffassungvertreten, solange ich ans diesem Platze stehe.

Der Herr Vorredner hat mir eine gewisse Undank-barkeit vorgeworsen für das Entgegenkommen, welches dasParlament mir gezeigt hätte. Ja, meine Herren, inWorten ganz außerordentlich! Namentlich meine politischenGegner haben sehr häufig, um den Angriffen, den Ab-lehnungen mehr Nachdruck zu geben, dies damit eingeleitet,daß sie eine Anerkennung mir gegenüber aussprachen, dieich nur auf eine Ueberschätzung meiner Person zurück-ftthren kann. Damit ist mir aber nicht geholfen. Siehaben mich in meiner Politik anhaltend und nachhaltignicht unterstützt. Vorübergehend hat mich die Parteiunterstützt, wie jede Partei mich vorübergehend unterstütztund im Stich gelassen hat. Der Gedanke, die Behaup-tung, daß ich überhaupt keine unabhängige Meinung nebenmir dulden könnte, ist vollständig unrichtig. Jede dervorhandenen Parteien habe ich schon als Gegner gehabt,und jeder Partei habe ich die Hand gegeben, wenn ichgefunden habe, daß sie ihrerseits dem zustimmte, was ichim Interesse des Landes, der Nation, des Kaisers undKönigs für richtig halte. Das ist meine Grenze. Findeich dafür keine Unterstützung, dann natürlich lasse ichmich nicht zwingen. Ich wäre verdammenswert wie eineSchildwache, die ans ihrem Posten nicht ihre Schuldigkeitthut, wenn ich dem nicht entgegenträte. Aber jeder, demich entgegentrete, sagt, es liege nicht daran, daß seine