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Die Reichstagssession von 1884/85.
sönlich verletzen, meine Meinung über die Bestrebungender einzelnen Parteien unumwunden auszusprechen. Ichglaube das dem deutschen Volke schuldig zu sein, daß ichein Urteil darüber habe, und dieses Urteil gebe ich ab;ich lasse mir den Mund nicht verbieten.
Der Herr Vorredner hat, um meine Worte einerKritik zu unterziehen, seinerseits doch eine leise Verschie-bung derselben für notwendig gehalten. Er legte mir inden Mund, ich hätte drei Millionen Wählern die Treuefür Kaiser und Reich abgesprocheu. Das habe ich nichtgesagt, und ich erlaube mir, das richtig zu stellen. Ichhabe gesagt, es gibt etwa 157 Abgeordnete von drei ver-schiedenen Fraktionen, die für die Herrschaft von Kaiserund Reich kämpfen, nachdem ich vorausgeschickt hatte,jeder kämpfe hier für irgend eine Herrschaft. Bei derPartei des Herrn Vorredners scheint augenblicklich unter-schieden zu werden zwischen den früheren Parteien derFortschrittspartei und den Sezessionisten. Ich glaube, dasist ein Begriff; ich halte mich für berechtigt, das anzu-nehmen ; denn ich glaube nicht, daß die eine Unterfraktionvor der andern eine unabhängige Stellung hat. In-wieweit überhaupt die ganze Fraktion sich eine unabhän-gige Stellung nach dem Wahlvorgange noch bewahrt hat,inwieweit sie sui.suris aus den Wahlen hervorgegangenist, das will ich dahingestellt sein lassen. (Sehr richtig!rechts.) Sie (nach links gewendet) existieren nur nochmit Unterstützung anderer Fraktionen, Sie haben keineselbständige Stellung. (Sehr wahr! rechts. Ruf links:Und die Konservativen? Ruf rechts: Wir nicht!)
Der Herr Vorredner weist es nun als einen fast be-leidigenden Vorwurf zurück — nicht geradezu beleidigend —,daß ich behaupte, die Herren strebten nach der Herrschaft;