Irrtümliche Voraussetzungen von 1867. Z5,
verbündete» Regierungen die künftige Einheit gefährdetst. werden könnte, und daß ein in allen seinen Mitgliedern! ' und all seinen Parteischattierungen von ausschließlichnationaler Begeisterung getragener Reichstag das festesteBand der künftigen deutschen Einheit sein würde. Diese! / Voraussetzung ist nicht eingetreten; ich habe einen Reichs-
! tag von dieser Beschaffenheit in den letzten zehn Jahren
nicht mehr vor mir gesehen. Die Parteikämpfe sind stärker. als das nationale Bewußtsein, die Neigung für die Partei-interessen stärker als die Neigung, für nationale Interesseneinzutreten und ihnen irgend ein Jota von Parteiinteressenzu opfern. Infolgedessen, kann ich sagen, ist meineUeberzeugung überhaupt nicht mehr dieselbe, sondern steht; - denen meiner damaligen Kollegen in den verbündetenj-st Regierungen näher als damals. Ich habe das ganzei 1 Wahlgesetz bei unfern Bundesgenossen, denen wir dochl nicht Gewalt anthun wollten, nur durchgesetzt, indem ich^ ihren Ansprüchen auf Sicherheit der Regierungen gegen-: über populärer Bewegung und auf partikularistische In-teressen auch meinerseits Konzessionen machte. Zu diesenP gehörte die Diätenlostgkeit; die allein hat mir die Zu-> stimmung der Kollegen für die Verfassung gewonnen.Aus den Gründen, die ich vorher anführte, wegen desVertrauens, das ich auf den künftigen Reichstag setzte,st; hatte ich mich etwas leicht und nachgiebig über die Diäten-st losigkeit ausgesprochen, wie der Herr Abgeordnete Hänelst das vorhin verlesen hat. Ich habe Vorhaltungen meiner' - Kollegen erleben müssen wegen dieser Erklärung, Vor-, Haltungen von meinen Kollegen erleben müssen, welche,-st wenn- man die Diätenlostgkeit fallen gelassen hätte, darinstst eine Konzession gesehen haben würden, die sie von denKonzessionen, die sie ihrerseits gemacht haben, entbunden
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