Der Parteitmnpf »m die Herrschaft.
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Und, meine Herren, wie setzt sich denn diese Majo-rität zusammen? Wenn sie eine andere Genesis hatte,wenn sie aus übereinstimmender Ueberzeugung über dieRichtigkeit oder Fehlerhaftigkeit der einzelnen Vorlagenhervorginge, gut, dann würde ich sagen: das sind mehrwie die Hälfte von 397 achtbaren, einsichtigen Leuten;das hat ein Gewicht. Das ist aber nicht der Fall; siesetzt sich nach den Parteitendenzen zusammen, je nachdemman entschlossen ist, taktisch gegen die Regierung zu stim-men oder für die Regierung. Das Schicksal aller Vor-lagen dieser Session ist ja ganz klar vorauszusehen; dieParteien befinden sich in einem Kampf um die Herrschaftim Staat und im Reich. Und wie stellt sich da die Ziffer?Ein nationales Interesse — ich will nicht sagen ein na-tionales, aber ein kaiserliches — wird von drei Fraktio-nen vertreten; sie sind zusammen 157 Köpfe, sie kämpfen
— ich will nicht sagen kämpfen — sie streben danach, dieHerrschaft von Kaiser und Reich zu erhalten, wie sie ist.Sie haben nachher rund 100 Herren, die kämpfen für dieHerrschaft der Geistlichen. (Oh! Oh! — Sehr richtig!)
— Ja, meine Herren, Sie kämpfen für die Freiheit der
Kirche. Was verstehen Sie aber unter Freiheit der
Kirche? Unter Freiheit der Kirche verstehen Sie dasHerrschen der Kirche; sobald diese Herrschaft irgendwiebeeinträchtigt wird, dann reden Sie von diokletianischerVerfolgung, sklavischer Unterdrückung; das Herrschen istIhnen so angeboren aus alter Tradition. (Widerspruch.)
— Gestatten Sie mir, meine Ueberzeugung ausznsprechen,ich drücke mich absichtlich milde aus. Nun glauben wir,der Geistlichkeit die Rechte, die für sie in Airspruch ge-nommen werden, nicht einräume» zu sollen ans teils takti-schen teils politischen Rücksichten, teils pro tomporo nicht,