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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
Entstehung
Seite
30
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:gl Die Reichstcigssesswu von 1884/8->.

Also ist das gar nicht die Tragweite der Diäten-losigkeit, sondern wir haben gewünscht, dem Lande die zulangeil Sessionen zu erspareil und Zeit zu gewinneil, hierdie massenhaften Parlamente, mit denen wir fertig werdenmüssen, einstigen zu können.

Der Herr Vorredner hat mit dem ihm eigenenPathos — ich fürchtete, ich würde in der gedruckten Rededie Punkte, auf die er so viel Gewicht legte, nicht genauwiedersillden, ich ziehe deshalb vor, ans einige davon, diemir gerade im Gedächtnis geblieben sind, gleich zu ant-worten —, der Herr Vorredner hat ganz besonderes Ge-wicht darauf gelegt, daß die Majorität dieses Hauses, diewachsende Majorität dieses Hauses wiederholentlich dieseForderung gestellt hatte. Ja, meine Herren, der HerrVorredner erkennt doch die Gleichberechtigung der beidengesetzgebenden Körperschaften an, lind ich kann ihm nichtnur eine wachsende, sondern eine einstimmige Majoritätdes Bundesrates für unendlich viele Verfassungsände-rungen ailführen, die wir für sehr nützlich und zweck-mäßig hielten, und für die Sie die Einstimmigkeit, nichtbloß ein wachsende, sondern eine konstante Majorität desandern Faktors der Gesetzgebung hier schwerlich als Ar-gument gelten lassen möchten, wenn Sie selbst sie fürnützlich und zweckmäßig nicht einsähen. Sie werden sichvom Bundesrat nicht imponieren lassen, ich lasse mir vollder Majorität des Reichstages nicht imponieren. (Oh! Oh!)— Nein, meine .Herren, in keiner Weise, dazu sind Siegar nicht die Männer; Sie werden doch wünschen, daßder Reichskanzler eine kühle und ruhige Ueberzeugung hat;ich habe mir ja von ganz Europa nicht imponieren lasseil.Sie werden nicht die ersten sein. (Lebhaftes Bravo!rechts.)