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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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Der gewerbliche Parlamentarismus.

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nicht sprechen, aber der Fall kommt toto äio vor, unddie Allgemeinheit, mit der der Herr Vorredner die Be-hauptung aufstellte, daß das etwas Unerhörtes wäre, waralso ein Irrtum, den ich für die Zukunft zu notieren bitte.

Mit der Berechnung, wieviel Einkommensteuerpflich-tige es im preußischeil Staat gebe und wieviel Geld dazuerforderlich sei, um mit Annehmlichkeit in Berlin leben zukönnen oder nicht, trifft der Herr Vorredner meines Er-achtens das puuetum salisiw der Sache gar nicht. Eshat sich bei dein Verfassungsgedanken, der dieser Bestim-mung zu Grunde lag, durchaus nicht um die Möglichkeit,hier eine beliebige Zeit für ein bestimmtes Diätenguantumleben zu können oder nicht, gehandelt, sondern es hat sichum das Bestreben gehandelt, dem gewerblicheil Parlamen-tarismus eine Schranke zu bauen, derjenigen Beruss-thätigkeit, die damals ansing, sich auszubilden, daß näm-lich Leute, die sonst ohne andere Beschäftigung waren, alsiil der Presse die öffentliche Meinung zu bearbeiteil, sichausschließlich dem Berufe des Abgeordneten widmeten.Der sozialdemokratische Herr Vorredner hat gesagt, daßdie Politik seiner Meinung nach den Charakter nicht ver-dürbe. Ich glaube, er hat sie noch nicht lange genug ge-trieben, um darüber ein sicheres Urteil zu haben; so ganzunterschreiben kann ich das Urteil doch nicht. Aber auchdavon ganz abgesehen, so haben wir nur ein Interessedaran, die Landesinteressen vertreten zu seheil durch solcheLeute, die in ihrem Leben denselben nahe stehen, nichtdurch Leute, die die Welt bloß aus der Prosceuiumslogeoder der Zeitungsredaktion auf der Bühne beobachteil,ohne selbst darin mitzuleben. Es ist die Preßthätigkeitdie eigentliche Basis der Abgeordneten von Berus. Diese, doppelte Thätigkeit unterstützt sie in einer wunderbaren