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14 (1891) Die Reichstagssession von 1884/85
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Die NoichstagSsession von 1884/85.

Dann komme ich auf die Diäten, und darin bin ichmit meinem politischen Freunde, dem Redner von derkonservativen Seite, nicht einverstanden. Ich würde vondem Grundsatz ausgehen, daß die Budget- und Defizit-frage aus diesem Gebiet gar keine Rolle spielt. Wenn esüberhaupt nützlich und gerecht wäre, Diäten zu geben, sowürden die Summen, die hierfür oder für die freie Fahrterforderlich sind, kein Hindernis sein, auch wenn unsereFinanzen noch schlechter lägen, wie sie heute liegen; dannwürde man sagen: was recht und billig ist, das zu be-zahlen ist die deutsche Nation noch reich genug. DerGedanke hat mir vollständig fern gelegen bei der Frei-karten- und ebenso bei der Diätensrage, die uns eigentlichbeschäftigt; die erstere habe ich nur ivoilloiitor berührt,weil ich die Verantwortlichkeit dafür zu tragen habe, daßdie Karten nicht mehr in dem Umfange bewilligt werdenwie früher.

Was die Diätenfrage selbst anbelangt, so hat michzuerst überrascht, daß der Antrag, der uns hier beschäftigt,von so sehr viel Berlinern unterzeichnet ist. (Heiterkeit.)Es sind unter einigen 50 Antragstellern 24 Berliner.(Heiterkeit.) Es sind das die Herren vr. Bamberger,Beisert, Bröhmel, Bimsen — ich nenne Berliner solche,die ihren üblichen Wohnsitz in Berlin haben —, Greve,Hermes, Hinze, Hoffmann, Meibauer, Meyer, Munckel,Parisius, Richter, Rickert, Scheint, Siemens, Struve,Witt. Ich verlese die Namen, um, falls ich mich geirrthabe in der Ziffer und jemand unter den Verlesenenseinen Wohnsitz nicht in Berlin hat, diesem Gelegenheitzu geben, zu reklamieren. Ich möchte glauben, daß ge-rade die Berliner am wenigsten der Diäten bedürftig seinsollten. Dieselben haben keine Reisen zu machen, ihre