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Im preußischen Landtage 1875.
im Staate ermöglicht haben, wir muffen entweder dasOpfer des Intellekts machen und uns für katholisch er-klären, oder auswandern, oder unser Vermögen würdekonfisziert (Große Unruhe im Zentrum), wie es Ketzerngegenüber billig ist. Meine Herren, davon wollen wirsehr wohl Akt nehmen, die Konfiskation des Vermögensist eine außerordentlich wirksame Maßregel, und derPapst, wenn er könnte, würde keinen Augenblick anstehen,sie Ketzern gegenüber anzuwenden. Er würde in derdogmatischen Notwendigkeit sein, wenn nicht sofort, aberdoch als Ziel, zu erstreben die Vertilgung der Ketzerdurch Feuer und Schwert. Einem so mächtigen fremdenMonarchen mit einem solchen, dem preußischen Staatefeindlichen Programm können wir diese Privilegien nichtbelassen, Privilegien, die das große Gebiet, das er sobeherrscht, zwar noch der Aufsicht des Staates unterwer-fen, aber von der eigentlichen Wirkung der Gesetzgebungihm eine Ausnahmestellung gewähren. Es ist da eineEinschränkung dieser übermäßigen Gewalt absolut not-wendig. Daß diese Einschränkung nach den Prinzipiender Gerechtigkeit und der Duldung geschieht, die unfernVolksstamm und unsre Dynastie seit Jahrhunderten charak-terisiert haben, dafür bürgt uns eben die VergangenheitDeutschlands, dafür bürgt uns der Stand der Bildungund der Gerechtigkeitssinn, der durch öffentliche Institu-tionen gewahrt und gepflegt wird, und auf diesen selbenSinn für Gerechtigkeit und für Pflege jeder Unabhängig-keit, die mit der Sicherheit des Staates verträglich ist,bitte ich auch den Herrn Vorredner zu rechnen, wenn ervorhin seine Sorgen bezüglich der evangelischen Kirchenach dieser Richtung kundgab. Ich nehme an, daß derHerr Kultusminister darauf noch ausführlicher antworten