Vorwort Mw siebenten Knnb.
Der vorliegende Band dieser „Bismarckreden" gehtunter einem besondern, es darf vielleicht gesagt werdenfeierlichen Eindruck in die Oeffentlichkeit. Standen wirDeutsche auch vor einem halben Jahre trauernd amGrabe Wilhelms des Ersten, des erhabenen Krieges-und Friedensfürsten, des großen unvergeßlichen Begrün-ders unsres herrlichen neuen Deutschen Reiches, klagtenwir auch wenige Monde später über den Heimgangunsres vielverheißenden Kaisers Friedrichs des Edlen,— Gott hat uns Deutsche doch nicht verlassen! MitStaunen und gerechter Bewunderung, mit gegönnten:Neide und nur für den Betretungsfall erklärlicher Furchtschaut das Ausland geteilt, je nachdem es uns lieb oderleid gesinnt ist, auf unsren jungen Kaiser Wilhelm II.,der in diesen Tagen als Träger der Friedenspalme fürEuropa von unsres Erdteils Norden bis hinab nachNeapels sonnigen Gestaden gezogen ist, ein wirklicherVölkerapostel, allenthalben anknüpfend an die alte glor-reiche Kampfes- und Siegeszeit, eine neue, dauernde Aerades Völkerfriedens verkündend.