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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Im preußischen Landtage 1875.

Mitbürgern Rechte zu geben; ich habe das nicht geglaubt,denn soviel wußte ich, daß die in der katholischen Kircheüberhaupt nichts mitzureden hätten (Heiterkeit); aber wirkonnten glauben, einer Korporation, die aus der Gesamt-heit der preußischen, aus deutschen Geistlichen bestand,an ihrer Spitze unser Episkopat, — daß wir der Rechteverliehen, bei deren Ausnutzung sie doch das Gefühl,Deutsche, Preußen zu sein, die Pflichten, die sie gegenden Staat haben, den Eid, den sie dem Könige leisten,nicht vollständig außer Augen verlieren würden. DieseBürgschaft schwand durch das Vatikanum, durch diegroße Umwälzung in der Verfassung der katholischenKirche. (Murren im Zentrum.)

Meine Herren, Sie murren. Sie werden die Wahr-heit nicht tot murren, es bleibt doch wahr; Ihr Murrenwird ja aber registriert werden. (Heiterkeit.)

Sie können mich ja widerlegen und nachher beweisen,daß unsre Bischöfe nach dem Vatikanum sich derselbenSelbständigkeit erfreuen wie in alten katholischen Zeitenund wie die ursprünglich deutschen Bischöfe, die ihren:Kaiser gegen den Papst ins Feld folgten — dies könnenSie ja beweisen, Sie können mich ja überzeugen, wennes Ihnen gelingt, irgend etwas Wahres dafür beizu-bringen.

Also seit dieser Umwälzung, welche die Episkopal-kirche in die absolute Herrschaft des Papstes verwandelthat, heißen diese Paragraphen nichts andres weiter, alsdie Angelegenheiten der katholischen Kirche werden durchden Papst geordnet. Durch die Auslegung, die der Papstdiesen Angelegenheiten der Kirche gibt, greift diese päpst-liche Ordnung sogar weit über alle kirchlichen Angelegen-heiten hinaus. Der Papst behält sich vor, der Kirche,