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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Löhnungsverhältnisse der preuß. Militärmannschaften. 217

großer Spannung, und als gerade das Militärbudgeteine Ursache zum Konflikt zwischen der preußischen Re-gierung und der Landesvertretung bildete, doch an dieserUngleichheit, die auch damals schon bestand, nicht gerührtworden ist; sie ist so eingealtert, daß man sagen kann,die Ungleichheit darin ist vergessen, und man würdedie Ungleichheit nur finden bei ungleicher Abmessung derneuen Zulage, wo alle gewissermaßen ihre Weihnachts-freude haben und man diese wie unartige Kinder, diesie doch nicht gewesen sind, von der Wohlthat ausschließt.

Ich will auf die Tüchtigkeit der Regimenter nichtBezug nehmen sie sind alle tüchtig gewesen. Ichmöchte doch anheimgeben, ob es nicht nützlich ist undauch der Würde der kaiserlichen Stellung entsprechend,wenn Sie Sr. Majestät dem Kaiser immerhin die Mög-lichkeit lassen, einen Teil seiner allen Gardetruppen etwasbesser zu verpflegen. Ich will nicht von der stärkerenKörperlichkeit der meisten dieser Leute beim 1. und 2.Garderegiment, nicht von der Teurung der Garnisonein Motiv hernehmen, ich möchte bloß bitten, daß Sr.Majestät dem Kaiser die Möglichkeit, auch diesen Truppendie für alle beabsichtigte Zulage zu gewähren, nicht ge-nommen wird. Ich kann mich dem von seiten des HerrnAbgeordneten v. Hoverbeck (bei früherer Gelegenheit) sostreng accentuierten Verbot, von Sr. Majestät dem Kaiserzu sprechen, nicht fügen; die Verfassung spricht vomKaiser, und wir kommen sehr häufig in die Lage, diepersönliche Willensmeinung Sr. Majestät des Kaisershier erwähnen zu müssen, weil es sich eben gar nichtumgehen läßt, von der hohen Persönlichkeit, die dashöchste und entscheidendste Amt und das höchste Kom-mando der Reichsarmee hat, zu sprechen. Ich habe auch