216 Die Reichstagssession von 1874—75.
Einkommens der Soldaten doch keine Ausnahme zum Nach-teil einzelner Regimenter eintreten zu lassen. Ich warnoch heute früh einigermaßen in Sorge, daß diese Aus-schließung einiger Regimenter von dieser Wohlthat dieMehrheit der hohen Versammlung finden würde. Ichkann nicht leugnen, daß diese Besorgnis gemildert ist,seit Sie auf das Garde du Korps-Regiment eine analogeFrage doch anders entschieden haben, als Ihre Kommis-sion. Es treten hier ganz analoge Elemente und Er-wägungen ein. Ich will nicht wiederholen, was gesagtist über die Kostspieligkeit der Garden andrer Armeen,über die Thatsache, daß in dem konstitutionellen Englanddie sehr kostspieligen llorss-Zuaräs — ich will den po-pulären Namen nicht wiederholen, der von der Konsum-tion des Beefsteaks hergenommen ist — bestehen: nie istirgend ein Monitum des Parlaments daran geknüpftworden, obschon dort ohne Zweifel der Soldunterschiedzwischen einem gemeinen Soldaten der llorso-Auaräs undjedem andern Soldaten der englischen Armee viel größerist. Hier liegt aber die Sache noch günstiger für dieFrage, für die ich plaidiere, als in der Frage der Gardedu Korps, wo es sich immerhin um einen Luxus, aberum einen durch Anstand und Herkommen gebotenen Luxushandelte; hier bleibt es doch immer noch innerhalb derBedürfnisfrage. Auch wenn Sie den wenigen Regimen-tern, die besser situiert sind, das lassen, was sie haben,und außerdem eine Zulage gewähren, schwelgen werdensie von diesen beiden Sechsern immer nicht, es bleibt nochein in der That vorhandenes Bedürfnis der Abhilfe übrig,das wir nicht in dem ganzen vorhandenen Umfange er-füllen, weil die Kosten so tief eingreifen. Und ich möchtewiederum daran erinnern, daß in den schwierigsten Zeiten