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Die Reichstagssession von 1874-75.
einer versöhnlichen und hoffenden Stimmung Ausdruckgegeben hatte, die nach dem, was in diesen anderthalbJahren sich abgesponnen hat, nicht mehr aufrecht erhaltenwerden kann, ohne Mißdeutungen ausgesetzt zu sein. Ichhabe mir gesagt: wenn wir diese Vorlage wieder in An-trag bringen, so bekunden wir den Entschluß, sie zuhalten und zu verteidigen, ich werde also genötigt sein,für sie zu sprechen; es wird mir sehr schwer werden, das-selbe zu wiederholen, was ich vor anderthalb Jahren —wie der Herr Vorredner meinte, mit beredten Worten —dafür gesagt hatte, denselben Ausdruck von Vertrauenund Hoffnung für diese diplomatische Courtoisie, möchteich sagen, mit der ich damals die Position motivierte,auch heute noch auszusprechen. Ich würde dann miß-verstanden, jedenfalls aber mißdeutet werden, wie manja jetzt schon die leise Insinuation in verschiedenen Blät-tern findet, das Deutsche Reich hätte in Rom uneinge-standene Schritte gemacht, um den Frieden nachzusuchenauf Bedingungen hin, die eben für keinen Staat annehm-bar sind. (Abgeordneter Windthorst: „Das glaubtkein Mensch!") ... Ich möchte dem Herrn Vorrednerdieselbe geschäftsordnungsmäßige Ermahnung wiederholen,die er vorher an diejenigen richtete, die ihn unterbrachen,nur weil er selbst so unduldsam in dieser Beziehung war.Es macht ja mitunter Vergnügen, ihn zu unterbrechen;wenn er uns aber das Vergnügen nicht gönnen will, soweiß ich nicht, warum mir es ihm konzedieren sollen; ichsage ihm daher auch: sprechen Sie doch nachher! (Sehrgut! Heiterkeit.)
Ich wünschte also die Diskussion zu vermeiden, weilich gerade in den, Bedürfnis, den Kampf nicht zu schüren,das nicht aussprechen mochte, was der Herr Vorredner