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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Neichstagssession von >874-75.

werden, sobald es der Gemeinde zusteht. Mir macht derganze Anspruch einen so urgermanischen Eindruck, daßmich das Bestreben der Gemeinden — ich könnte sagengeradezu anheimelt (Heiterkeit), wenn es nicht einen trau-rigen Rückblick auf unsre ganze Volksgeschichte böte.Dieser urwüchsige Egoismus, mit welchem jedes engereGebiet unsrer großen deutschen Heimat auf Kosten derGesamtheit zu nehmen sucht, was es kann, in einer an-dern Spielart des Nessortpatriotismus zuzugreifen, woman's kriegen kann — wer nimmt, der hat — wir habendas im Mittelalter gehabt: wenn früher ein Dynast einStückchen des Nationalverkehrs erfassen konnte, vielleichtin Gestalt eines schiffbaren Stromes oder einer Haupt-handelsstraße, er wußte so mit Zöllen, Geleit, Umschlag,Stapelrecht u. s. w. und andern strandrechtähnlichen Be-strebungen das allgemeine Interesse für sich zu verwerten;wo irgend ein faßlicher Zipfel in das Gebiet der einzel-nen Territorien hineinreichte, faßte man an. Das Reichwar damals schwach, mußte es sich gefallen lassen, aberes gedieh dabei nicht, es wurde schutzlos. Sollte meineAnsicht prinzipiell vom Reichstage nicht geteilt werden,was ich nicht hoffe — denn mir scheint dies außerhalballer Logik zu liegen, und wenn auch mein verehrter po-litischer und persönlicher Freund im Sekretariat aus be-sonderen nachbarlichen Verhältnissen, wo er einen Schuhauf dem Leisten sieht, der ihn vielleicht künftig mal drückenkönnte (Heiterkeit), andrer Meinung ist —, so muß ichdoch sagen, ich kann keine Reichskasse ermächtigen, irgendeinen Thaler zu zahlen, der nicht budgetmäßig von Ihnenbewilligt sein wird. Eine im Budget nicht bewilligteAusgabeposition würde ich nur auf meine Verantwortungin Zahlung bringen können, wenn ich von der rechtlichen