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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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170 Mie Neichstagssession von 187475.

pflichtmäßigsr Strenge und Gleichmäßigkeit handhaben;es liegt an denen, die das Gesetz übertreten. (Sehrrichtig!) Das, was der Herr Vorredner anführte, istnur ein Beweis, daß die Gesetzesübertretungen in neuererZeit zahlreicher sind, wie früher, daß die Achtung vorden Gesetzen erheblich geschwunden ist. (Zustimmung.)Fragen wir uns nun: woran liegt das? An der über-mäßig gesteigerten Strenge unsrer Gesetzgebung? Daskann man doch nach unsrer neuen Gesetzgebung wahrlichnicht sagen; im Gegenteil, ich hörte sie vielfach zu großerMilde anklagen. Es liegt darin, daß die Tendenz derKritik, die Tendenz der Auflehnung gegen die Gesetzeüberhaupt Schichten der Gesellschaft ergriffen hat, in denensie früher nicht heimisch war; es liegt in den hochstehen-den Beispielen derer, die vorzugsweise auf die Achtungvor dem Gesetze halten sollten, die aber in erster Liniedas Beispiel der Mißachtung, der Bekämpfung der Ge-setze, der Auflehnung gegen die Gesetze geben. (Sehrrichtig! Murren im Zentrum.) Diese Beispiele wirkensehr nachteilig. Es liegt außerdem wahrscheinlich in denGrundsätzen, die auf die Erziehung unsrer Jugend unterdem in den letzten 25 Jahren bestandenen Aufsichtswesenangewendet sind. (Lachen im Zentrum; sehr richtig! aufandern Seiten des Hauses.) Die Thatsache ist, daßunter diesen Einwirkungen eine Verwilderung in unfernsozialen Verhältnissen eingerissen ist (Sehr gut!), die inden neuesten Lossagungen von der Pflicht, den Gesetzenzu gehorchen, die von hoher Stelle gegeben sind, nur ihreBestätigung gefunden hat.

Was übrigens den vorliegenden Fall betrifft, sostimme ich darin mit dem letzten Herrn Vorredner voll-ständig überein, daß sich von demHerrn Reichskanzler"