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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Aufhebungd.Belagerungszustandesi. Elsaß-Lothringen. 157

des Krieges protestieren müssen, so hätten Sie bei vielenandern Gelegenheiten protestieren sollen. Aber nachdemSie geholfen haben, daß die Flut hereinbrach, daß einKrieg geführt wurde, der doch noch ganz andre traurigeVerhältnisse in seinem Gefolge gehabt hat, als der zweiteHerr Redner hier mit den Worten schilderte, daß er etwasTraurigeres oder Verzweifelteres als die jetzige Lage vonElsaß-Lothringen nie gesehen hätte, so möchte ich sagen,daß jeder, der auch nur ein Dreißigmillionstel der Mit-schuld und Vergangenheit an dem so ruchlosen Angriffs-kriege gegen uns trug, doch an seine Brust schlagen undsich fragen sollte: habe ich damals meine Schuldigkeitgethan? (Lebhaftes Bravo!)

Meine Herren, es ist ja leicht, ein lautes und leb-haftes Wort hier zu äußern; es braucht ja nicht immerein begründetes Fundament zu haben. Wir freuen uns,daß Sie davon Gebrauch machen, und mir als Ministerist es dabei besonders angenehm gewesen, hier zu sitzenund mir sagen zu können: es ist doch ein schönes Ver-hältnis, wenn ein Minister derartige Beleidigungen undEntstellungen der Wahrheit vollständig ruhig mit an-hören kann und weiß, daß er Verteidiger unter denandern findet und sieht, daß es ihm in der öffent-lichen Meinung nicht schadet. (Wiederholtes lebhaftesBravo!) Das, meine Herren, werden auch Sie nochschätzen lernen.

Wenn es sich um die konkrete Frage handelt:will der Reichstag den Antrag annehmen oder nicht?will der Reichstag ihn in eine Kommission verweisen? so lassen Sie mich darüber noch wenige Wortesagen-

Der Antrag, der heute gestellt ist, findet doch seine