Aufhebung d. Belagerungszustandes i. Elsaß-Lothringen. 165
Antrag, den dieselben Herren unterschrieben haben, aufeine allgemeine Abstimmung, die ja doch nur die Los-lösung dieses Teiles vom Reiche als Hintergedanken habenkonnte, so hat die Art, wie die Herren die Erscheinungenauffassen und öffentlich schildern, wie sie also auch, wennes erlaubt sein wurde, wohl im Elsaß öffentlich schildernwürden, in mir jeden Funken von Zweifel beseitigt.Nachdem ich die Herren hier näher kennen gelernt habe,sage ich ihnen: ich kann unbedingt nicht ohne dieseMachtvollkommenheit, die bisher geübt ist,die Verantwortung für die Verwaltung, diemir so weit obliegt, tragen. (Sehr wahr!Bravo!)
Jeden Zweifel darüber haben die Herren selbst ge-hoben. Ich möchte dieselben nur bitten, daß sie ihrer-seits doch das Gefühl der Bitterkeit, von dem sie sich injeder lebhafteren Bewegung der Sprache Hinreißen lasten,etwas mildern, wenigstens im öffentlichen Auftreten. Eskann das doch bei uns auch keinen günstigen Eindruckmachen, wenn wir auf diese Weise alles und jedes, wasdort von uns geschehen ist, tadeln, ich kann wohl sagen,schmähen hören, so daß sie eigentlich der Verwaltung keingutes Haar, nicht einmal das geringe, aber ganz unbe-streitbare Verdienst anerkennen, daß sie die Steuernund Schulden verringert hätte; das kann ihnen von sach-kundiger Seile mitgeteilt werden, das ist im ganz erheb-lichen Maße geschehen. Wohin soll das aber führen,wenn der elsässischen Bevölkerung — deren Schulen fürFrankreich sehr gut gewesen sein mögen und dort zuden besten gehört haben, aber doch weit hinter den uns-rigen zurückstehen — (Hört! Hört!) dergleichen erzähltwird? Dort sind ja eine Menge Leute, die das glauben.