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Die Reichstagssession von 1874.
kcit); und zwar unter einem Belagerungszustand, der dochmit etwas weniger Schonung, ich kann unter Umständensagen, wenn die Wogen hoch gehen, mit etwas wenigerMenschlichkeit gehandhadt wird als bei uns, und in dessenHintergrund sie statt aus die Vogesen die Aussicht aufLambessa und Neukaledonien haben.
Die Wahrscheinlichkeit spricht also dafür, daß dieFranzosen, alte erfahrene Regierer, im Elsaß den Be-lagerungszustand aufrecht erhalten haben würden. Ichhabe mir kein Urteil darüber erlaubt; ich bin in meinenAnträgen, die ich an Se. Majestät und an den Bundes-rat zu richten gehabt habe, nach dem Urteil der dortigenBeamten gegangen, und unter denen ist ein Zweifel nichtgewesen, daß der bestehende Nest des Belagerungszustan-des aufrecht zu erhalten sei. Die Bevölkerung ist zwarunter dem langen Druck der energischen französischen Herr-schaft, deren Maschine ganz anders, schärfer regiert unddiszipliniert, an ein ruhiges Befolgen der Anordnungender Obrigkeit gewöhnt, aber doch auch nur soweit dasGesetz mit seinen Androhungen dahinter steht. Reden,wie wir sie von den Herren Abgeordneten gehört haben,hat im Elsaß bisher niemand gehalten. Ob sie nicht ge-halten worden wären, wenn dieses wenig benutzte —seit dem März des vorigen Jahres, wie ich glaube, garnicht benutzte — Gesetz nicht dagewesen wäre, ob sie dannnicht dort gehalten worden wären, das bezweifle ich dochsehr. Ich wüßte gar nicht, warum die Herren hier plötz-lich ganz anders denken sollten, als dort. Die Luständert die Ansichten, die Meinungen, auch die Leiden-schaften nicht. Wenn ich daher noch zweifelhaft gewesenwäre, ob ich die Aushebung dieser Bestimmung befür-worten könnte, so haben die jüngsten Wahlen, hat der