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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Aufhebung d. Belagerungszustandes!. Elsaß-Lothringen. 163

läßt sich in die Sache nicht Hineinreden, der führt denBelagerungszustand. Es wäre etwa ein ähnliches Ver-hältnis, wie es in einem Teile der preußischen Monarchiewährend des Krieges unter General von Falkenstein be-stand, für den der Minister des Innern eine Verant-wortlichkeit nicht hatte. Ebenso würde es für mich sehr-leicht sein, mich auf den militärischen Willen zu beziehen.Lediglich um verantwortlich sein zu können für die Art,wie der Belagerungszustand gehandhabt wird, haben wirdiese Form gewählt, in der jetzt ein Neberrest desselben durchaus nicht mehr die Gesamtheit davon besteht.

Die Frage ist, können wir ganz ohne ihn leben?Die Franzosen sind gewiß in der Behandlung der bis1870 französischen Unterthanen erfahrener, als wir; siehaben bisher doch nicht geglaubt, ohne Belagerungs-zustand leben zu können. Es befinden sich augenblicklichnoch achtundzwanzig Departements von Frankreich imBelagerungszustand (Heiterkeit) und darunter die bevöl-kertsten und bedeutendsten. Ich will sie Ihnen alle acht-undzwanzig nicht herlesen, ich habe hier die amtliche Listedavon, aber Paris, Versailles, Melun, Blois, Orleans-- damit beginnt Havre de Gräce, Limoges, Mar-seille damit schließt die Liste der Hauptstädte der-selben. Nun ist im ganzen der Gallier leichter zu regierenals der Germane; ich glaube also, die Nationalfranzosenleichter als die Elsässer. Ich zweifle daher gar nichtdaran, daß, wenn den Herren der Wunsch, den sie selbstmit ihrem ersten Anträge zu erkennen gaben, wieder fran-zösisch zu werden, erfüllt würde, sie sich sofort im voll-ständigen Belagerungszustände, mindestens mit den beidendeutschen Departements, befinden würden, ebenso wie dieachtundzwanzig übrigen Departements dort (große Heiter-