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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Neichstagssession von 1874.

3. Herr Majunke nn!> !>re Germania.

20. Januar 1874.

Der Abgeordnete Majunke, Redakteur des ZentrumsorgansGermania, nützte die durch den Reichskanzler geschehene Erwähnungseines Blattes sogleich aus.Der Reichskanzler," rief er,hat sichdie Bemerkung erlaubt (Unruhe), er finde es einigermaßen erklär-lich oder begreiflich, daß die Germania in Elsaß-Lothringen inhibiertsei . . . Ich habe es mir im Verein mit meinen Mitarbeitern zurspeziellsten Gewissensaufgabe gestellt, die erregten Leidenschaftendort so viel als möglich zu dämpfen; wenn da der Herr Reichskanzleres erklärlich findet, daß unser Organ dort noch immer verbotenbleibt, so kann ich mir das nur daraus erklären, daß er unser Blattnicht genau liest." Fürst Bismarck:

Ich hatte auf die Dankbarkeit des Herrn Vorred-ners gerechnet, als ich sein Blatt erwähnte; ich glaube,ich habe ihm einigermaßen Reklame damit gemacht (Heiter-keit), und war wenig darauf gefaßt, daß fein Bedürfnisnach sittlicher Entrüstung mir gegenüber so groß wäre,dies zu verkennen (Murren im Zentrum) und mir miteinem gewissen zornigen Ton zuzuwerfen:ich hätte mirerlaubt.. Eine höfliche Redensart ist das immernicht. Ich glaube, ich bin gegen dieGermania" rechthöflich gewesen; ich glaube, auch der Herr Oberpräsidentvon Elsaß-Lothringen ist sehr höflich gewesen, indem ermit mir anerkannt hat, daß unter den Blättern, die wirfür staatsgefährlich, subversiv und geeignet halten, unsdie Sympathien der dortigen Einwohner zu entfremden,dieGermania" so ziemlich das am geschicktesten und amvorsichtigsten redigierte ist. Das habe ich dem HerrnVorredner nur sagen wollen, und mir sind die unartikulier-ten Töne, in denen mir eben die Mißbilligung einigerHerren zu erkennen gegeben wurde, nicht ganz verständ-lich. Ich glaube wirklich, der Herr Vorredner war nicht